innenhalb„Da möchte ich auch einmal dabei sein!“ So schoß es mir vor ungefähr einem Jahr durch den Kopf, als ich durch die Ausstellung „City-ART-Kaden 2015“ in Wuppertal schlenderte, immer wieder neugierig stehen blieb und schaute. So interessant war diese Präsentation von Kunstwerken, kurzweilig und vielfältig.
Verschiedene Stile, Richtungen und Darstellungsweisen fanden ganz unkonventionell ihren Platz nebeneinander.
An jeder Stellwand, aus jedem Blickwinkel gab es etwas Spannendes und Überraschendes zu entdecken. Oh ja, ich war beeindruckt.
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DreiklangichhalbSchon seit langem habe ich mich auf meine Ausstellung in der Galerie „Dreiklang“ in Hannoversch Münden gefreut. Bereits vor sieben Jahren hatte ich das Vergnügen, von dem Künstlerehepaar Dr. Nina Geling-Bouchon (Malerin) und  Ekkahart Bouchon (Bildhauer), die dieses Kleinod betreiben, eingeladen zu werden. Auf ihrem Grundstück mit altem Baumbestand, dem Galeriehaus, einer Werkstatt und einem Holzwohnhaus empfängt den Besucher ein im Wortsinn großartiges, liebevoll gestaltetes, so überraschend wie anrührendes und verblüffendes Künstlerdomizil jenseits der üblichen Abziehbildchen.
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kulturnachtheftDie „Nacht der Kultur“ in meiner Nachbarstadt Remscheid und die „Jahresausstellung“ unseres Kunstvereins finden immer gleichzeitig statt. Sozusagen.
Denn die „Nacht der Kultur“ dauert, wie der Name schon assoziiert, nur eine Nacht – aber die hat es in sich.
Denn sie kann, und dies sage ich jetzt aus Erfahrung, sehr lang und sehr ereignisreich sein. Oh ja.
Bereits in den letzten vier Jahren hatte ich die große Freude, an der „Nacht der Kultur“ einen Anteil haben zu dürfen. Natürlich nur einen ganz kleinen. Aber immerhin.
Und auch dieses Mal wurde ich von der „Kulturstadt Remscheid e.V.“ eingeladen, wieder dabei zu sein, nämlich als Ausstellerin meiner Bilder „Blues und Jazz“.
In den Geschäftsräumen des Herrn Jannasch in der Fußgängerzone, Alleestr. 60 fand die Veranstaltung „Jazz Is Not Dead – It Just Smells Funny“ incl. Jazzband statt. Dazu passten meine Zeichnungen natürlich perfekt.

Von Beginn an bevölkerten Menschen jeglicher Coleur in stetem Strom und in bester Stimmung den Laden. Sogar ein zottiger, in ein kariertes Regencape gekleideter Hund kam in Begleitung seines ebenfalls Regencape tragendes Frauchens und trottete durchaus interessiert, so schien es mir jedenfalls, an den Bildern vorbei.
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Dorotape 004ChalbAm Sonntag, bei Doro Tape in 42855 Hasten, habe ich wieder einmal festgestellt, wie klein doch „die Welt“ ist. Denn ist es nicht schön, dass, wenn man sich in einem bestimmten Umfeld bewegt, man sich doch immer wieder trifft?
Sei es bei einer Ausstellung, einem Blues-Konzert, einem Festival, in einem Club oder bei einer anderen passenden Veranstaltung.
Doro Tape als Veranstaltungsort kannte ich bis dato aber noch nicht.
Ich erfuhr, dass in der nun gerade komplett umgebauten Halle, in der u.a. unsere Ausstellung gezeigt wurde, früher Klebebänder, Stanzteile und PU Elastikpuffer hergestellt worden sind.
Nicht nur meiner Meinung nach ist der Umbau phantastisch gelungen und die neue Halle wurde am Sonntag in einer privaten Veranstaltung incl. großartiger musikalischer Darbietung vorgestellt.
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Rollingstonesquadrathalb

Die größte Rockband der Welt feiert zur Zeit ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum.  Manch einer fragt sich, ob die „alten Herren“ das noch nötig haben und ob sie nicht endlich kürzer treten sollten.  Doch diese Herren denken gar nicht daran.  Ich erinnere mich noch sehr gut an die erste Single-Schallplatte, die ich mir von Mick, Keith, Brian, Charlie und Bill kaufte – es war „Play With Fire“.  Ihre Platten habe ich im Laufe der Jahrzehnte gefühlte eine Million mal gehört und ich habe zig ihrer Konzerte besucht.  Das alles ist für mich jetzt ein Grund, den Stones zu ihrem Jubiläum eine meiner Zeichnungen zu widmen.

Auf diesem Portrait sind sie jung, sehr jung und wie man sieht, ist hier auch noch der blonde Brian Jones dabei. Das Bild habe ich „Paint It Black“ genannt und es mit schwarzer Tinte und meinem alten Mont Blanc Füllfederhalter gezeichnet.  Um die Schatten, z.B. in den Gesichtern und der Kleidung, zu definieren, habe ich die Tinte per Pinsel mit Wasser vermischt.  Der stilisierte Baum im Hintergrund zeigt ein psychedelisches „Blattwerk“.  Dieses soll ebenfalls auf das Lied „Paint it Black“ hindeuten, in dem Brian Jones auf der Sitar spielt.  Nun, mittlerweile sind die Rolling Stones zwar ein bisschen verwittert, aber sie sind immer noch da und wie mir scheint, eisern entschlossen, ihren Stiefel durchzuziehen.  Wie heißt es doch so schön: „It’s only rock ’n’ roll, but I like it.“  Ja, genau so ist es.

Das Bild auf Büttenpapier ist 30 x 30cm groß, bekam ein weißes Passepartout und einen weißen Rahmen.  Copyright R.Geisler.

Jeder, der mich auch nur ein klitzekleines bisschen kennt, weiß, dass ich zu denen gehöre, die sogar in der heutigen Zeit noch gerne Karten und Briefe schreiben. Und darum werde ich auch in diesem Jahr wieder handschriftliche Grüße an nette Menschen verschicken.

War es im letzten Jahr meine Zeichnung des jungen Bob Dylan, die auf Postkarten in die Welt gesandt wurde, so habe ich für dieses Jahr eines meiner Portraits von Jimi Hendrix ausgesucht.  Denn Jimi gehört zu meinen liebsten „Lieblingsmotiven“, wie man es z.B. in meinem Portfolio sehen kann.

Und so werde ich dann eine Weile hier am Tisch sitzen, im Adressbuch blättern und schreiben, nichts anderes tun, keinen Anruf entgegen nehmen, nichts tippen, nur Musik hören, Zimttee trinken und schreiben.

Übrigens, wer gern eine dieser Karten hätte und nicht in meinem Adressbuch steht, kann sich gerne bei mir melden!

Janis Joplin war eine der schillerndsten Figuren der Beatnik-Area und Ikone der damals neuen Subkultur der Hippies. Das sage ich jetzt mal ganz objektiv und sachlich. Einst ein behütetes Wohlstandskind aus einer kleinbürgerlichen Kleinstadt in Texas, lebte sie nach dem Motto »Live Fast, Love Hard, Die Young«.  Leider erfüllte sich dieser Spruch, denn mit 27 Jahren war ihr kurzes, wildes Leben bereits zu Ende.  Wie sagte Eric Burdon einmal?  „Janis starb nicht an einer Überdosis Heroin.  Sie starb an einer Überdosis Janis“.  Mit dem genialen und einzigartigen Stil ihres weißen Blues ist sie bis heute eine unvergessene Legende.  Klar, dass auch einige ihrer Original-Schallplatten in meinem Vinyl-Regal stehen und bei speziellen Gelegenheiten ( z.B. wenn man mal wieder in Erinnerungen schwelgen möchte)  hervorgeholt werden.  Wenn man dann zuhört, die Augen offen, das Herz offen, aber unaufgeregt, alles weit, dann sind sie am schönsten,  diese Songs. Das Gänsehaut erzeugende und das Herz ergreifende „Piece of my Heart“ aus dem Album „I Got Dem Ol‘ Kozmic Blues Again Mama!“ steht ohne Frage auf der persönlichen Liste meiner Lieblingssongs aller Zeiten.  Auf dem Soundtrack meines Lebens sozusagen.

Für diese beiden Portraits von Janis ließ ich mich von einigen meiner Schallplattencover inspirieren, die ich auf dem Fußboden verteilte.  Denn zum Zeichnen brauche ich zuerst Inspiration und danach Konzentration, wobei die Gewichtung jeweils differiert.  Tja.  Und dann stand ich vor der Frage:  Wie?  In welchem Stil, mit welchem Ausdruck und in welchen Farben zeichne ich ein Bildnis dieser großartigen Frau? Und da ich mich nicht entscheiden konnte, gibt es hier jetzt zwei Portraits zu sehen.  Sie sind etwas unterschiedlich in Stil und Aussage und auch jeweils mit anderen Materialien gezeichnet. Das erste entstand mit Tuschefeder und verdünnten Deckfarben, das zweite mit Pastellkreiden und Tuschefeder.  Als Untergrund suchte ich zartgraues und hellockerfarbenes Büttenpapier von Hahnemühle aus.  Und wer jetzt mit dem Mauszeiger auf die Bilder geht und klickt, bekommt davon eine Großansicht.