Anläßlich der offiziellen Präsentation des MusikerInnenkalenders (siehe mein vorheriger Artikel), hatte ich die Freude und das große Vergnügen, eine Auswahl meiner Musiker-Portraits im „Kunstraum Haun“ in Berlin zeigen zu dürfen. Das war eine wunderbare Gelegenheit, die eigenen Werke zusammen mit den Arbeiten einiger anderer am Kalender beteiligten Künstler zu präsentieren!
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Mit viel Idealismus produziert Utz Benkel in seiner Funktion als Verleger seit nunmehr sieben Jahren den ungewöhnlichen Portrait-Wandkalender „Die Wilden 13“.
Das ist ein Kalender mit diesmal 14 Porträts (ja, dieses Mal ist ein „Bonustrack“ dabei) von außergewöhnlichen Musikern und Musikerinnen aus aller Welt – gemalt, gezeichnet, geschnitten oder collagiert von zeitgenössischen KünstlerInnen.
Als mich Herr Benkel im letzten Jahr einlud, mich mit einem Musiker-Portrait daran zu beteiligen, sagte ich natürlich sofort begeistert zu.
Ganz klar.
Da brauchte ich nicht zu überlegen.
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Wer freut sich nicht über Einladungen? Ich glaube, jedem gefällt es, eingeladen zu werden – sei es zu einer Party, einem Event, einem feinen Essen oder ins Kino. Da bin ich natürlich keine Ausnahme. So war es für mich eine große Freude und Ehre, als ich im letzten Jahr von Ralf Schmidt vom Kulturförderkreis K-8 in Köln die Einladung erhielt, bei dem großen Event „Art and History – 50 years of Deep Purple“ mitwirken zu dürfen.
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Rollingstonespsych2halbNoch einmal die Rolling Stones.  Denn wieder sind die „alten Herren“ auf ihrer „Jetzt-aber-wirklich-allerletzten-Tour“. „14 ON FIRE“ ist sie betitelt.
Und dann? Ziehen sie sich ins Rentnerdasein zurück? Niemand weiß das.
Ich persönlich weiß nur, dass ich schon mehrere ihrer definitiv letzten Abschiedskonzerte besucht habe. 1982 etwa, mit einem Stehplatz Ticket in Zungenform. Oder 1990 gleich zweimal mit dem „Wolfsticket“.
Und dann jedes Mal, wenn sie in Good Old Germany die Bühnen rockten. Mick in knallengen Hosen herumhüpfend, Charlie wie immer stoisch und minimalistisch die drums bedienend, und Keith mit kunstgerecht zerknittertem Gesicht, aber „Still Alive And Well.“
Und Ronnie Wood? Ja, der ist ja seit fast 40 Jahren Gastmusiker bei den Stones. Zum Glück.
Sollte nicht ihr aller-aller-allerletzter Auftritt im Juni 2013 beim legendären Glastonbury Festival in England stattgefunden haben?
Und jetzt? Ja, jetzt sind The Rolling Stones Headliner des weltberühmten Roskilde-Festivals 2014. Und die beiden Konzerte in Deutschland, in Berlin und in Düsseldorf waren binnen weniger Minuten ausverkauft.
Dafür jetzt noch einmal ein Bild von den ganz jungen Stones, gezeichnet von mir. Als Dank für x-Jahre tolle Musik.
It’s only Rock ’n’ Roll, but I like it.
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Ein weiteres Stones-Portrait gibt es hier bei mir zu sehen: Paint It Black

 

Gregghalb
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Der S.,  mit dem wir verabredet sind, lehnt am Schaufenster des Plattenladens.
Links vom Eingang ist das Glas teilweise mit weißem Klebeband verklebt.
Es sieht aus, als hätte jemand versucht, die Scheibe einzutreten.  Das Muster der weißen Sprünge im Glas erinnert an ein Spinnennetz.

Ich registriere, dass der S. eine etwas zu enge Lederjacke trägt, darunter einen Kapuzenpullover, schwarze Jeans und ebenso schwarze Doc-Martens-Stiefel.
Der athletische, schlanke Körper hätte auf ein Alter von etwa Anfang dreißig schließen lassen, doch die rot unterlaufenen Augen mit den hervortretenden Tränensäcken bestätigen eher die Richtung fünfzig – was meines Wissens stimmt.
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Rollingstonesquadrathalb

Die größte Rockband der Welt feiert zur Zeit ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum.  Manch einer fragt sich, ob die „alten Herren“ das noch nötig haben und ob sie nicht endlich kürzer treten sollten.  Doch diese Herren denken gar nicht daran.  Ich erinnere mich noch sehr gut an die erste Single-Schallplatte, die ich mir von Mick, Keith, Brian, Charlie und Bill kaufte – es war „Play With Fire“.  Ihre Platten habe ich im Laufe der Jahrzehnte gefühlte eine Million mal gehört und ich habe zig ihrer Konzerte besucht.  Das alles ist für mich jetzt ein Grund, den Stones zu ihrem Jubiläum eine meiner Zeichnungen zu widmen.

Auf diesem Portrait sind sie jung, sehr jung und wie man sieht, ist hier auch noch der blonde Brian Jones dabei. Das Bild habe ich „Paint It Black“ genannt und es mit schwarzer Tinte und meinem alten Mont Blanc Füllfederhalter gezeichnet.  Um die Schatten, z.B. in den Gesichtern und der Kleidung, zu definieren, habe ich die Tinte per Pinsel mit Wasser vermischt.  Der stilisierte Baum im Hintergrund zeigt ein psychedelisches „Blattwerk“.  Dieses soll ebenfalls auf das Lied „Paint it Black“ hindeuten, in dem Brian Jones auf der Sitar spielt.  Nun, mittlerweile sind die Rolling Stones zwar ein bisschen verwittert, aber sie sind immer noch da und wie mir scheint, eisern entschlossen, ihren Stiefel durchzuziehen.  Wie heißt es doch so schön: „It’s only rock ’n’ roll, but I like it.“  Ja, genau so ist es.

Das Bild auf Büttenpapier ist 30 x 30cm groß, bekam ein weißes Passepartout und einen weißen Rahmen.  Copyright R.Geisler.

Jeder, der mich auch nur ein klitzekleines bisschen kennt, weiß, dass ich zu denen gehöre, die sogar in der heutigen Zeit noch gerne Karten und Briefe schreiben. Und darum werde ich auch in diesem Jahr wieder handschriftliche Grüße an nette Menschen verschicken.

War es im letzten Jahr meine Zeichnung des jungen Bob Dylan, die auf Postkarten in die Welt gesandt wurde, so habe ich für dieses Jahr eines meiner Portraits von Jimi Hendrix ausgesucht.  Denn Jimi gehört zu meinen liebsten „Lieblingsmotiven“, wie man es z.B. in meinem Portfolio sehen kann.

Und so werde ich dann eine Weile hier am Tisch sitzen, im Adressbuch blättern und schreiben, nichts anderes tun, keinen Anruf entgegen nehmen, nichts tippen, nur Musik hören, Zimttee trinken und schreiben.

Übrigens, wer gern eine dieser Karten hätte und nicht in meinem Adressbuch steht, kann sich gerne bei mir melden!