Willkommen zu meiner Ausstellung „Blues-Art“ – 32 Bilder von Musikern und Musikerinnen im „KULT-IN“ / Foto: W. Reich

Die Sonne scheint durch die Fenster, auf der kleinen Bühne proben hingebungsvoll eine paar Musiker und auf dem Tisch steht gut gekühltes Bier. Ja, so schön und entspannend kann es sein, Bilder für eine Ausstellung zu sortieren und aufzuhängen. Nämlich mit Spass und ganz ohne Kopfzerbrechen.

Wir sind im „Kult-In“, einem weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Haus für Musik, Kunst, Freundschaft und Begegnung. Dort habe ich die Freude und das große Vergnügen, in dem historischen, wunderschönen Ambiente insgesamt 32 meiner Portraits von Musikern und Musikerinnen zeigen zu dürfen.
„Blues-Art“, so heißt der Titel dieser Ausstellung und der Untertitel „The Blues Is Still Alive“, denn auch wenn so viele der alten Meister ihre irdische Existenz längst abstreiften, so ist und bleibt ihre Musik doch zeitlos.

Auf meinem Acryl-Werk mit dem Titel „When I Grow Too Old To Dream“ zum Beispiel sitzt ein alter Mann in grauem Sakko und mit seiner Gitarre auf dem Schoß tief in sich versunken in einer kokonartigen Szenerie. Ein schattiger Park an einem späten Sommernachmittag im tiefen Süden der USA, dargestellt in dunkelgrün schattierten Farben, durch die fast organisch anmutend die „Musik“ in feinen, schwarz-weißen Bändern die Situation umfließt.

Oder „Lonesome Moon Trance“, ein Portrait des kürzlich verstorbenen Blues-Harmonica-Players James Harman, den ich während eines faszinierenden Konzertes skizzierte, später dann die Studien ausarbeitete und nun in mehr als Lebensgröße hier zeige.

Wie schön, dass dieses Jahr, das so holprig begonnen hat, uns nun doch die Gelegenheit gibt, wieder etwas Leichtigkeit zu spüren.
Denn weil eben keiner weiß, was die Zukunft bringt, sollten wir uns einfach mal am Moment freuen.