102 ?? Ja, einhundertundzwei. 
Was bedeutet das? Auf so viele Jahre kann der alte Herr zurückblicken, den ich kürzlich portraitierte und dessen Bildnis ich nun hier im Blog zeigen darf.
Ist es ein Glück, so alt zu werden? 102 Jahre? Ich möchte sagen: ja. Denn vor einiger Zeit las ich in einer Zeitung einen Artikel, der betitelt war: „Der Optimismus der Uralten“. Hier wurde anschaulich berichtet, dass Hochbetagte einer Heidelberger Studie zufolge erstaunlich zuversichtlich sind, obwohl kein einziger von ihnen mehr gesund ist.  Ja, sogar acht von zehn dieser sehr alten Menschen bekundeten, mit ihrem Leben zufrieden zu sein. Viele von ihnen machten sogar noch Pläne. So schaute ich z.B. im Video staunend einer Dame zu, die sich zu ihrem 100. Geburtstag einen Tandem-Fallschirmsprung wünschte – und auch bekam. Könnte es sein, dass das Leben nach den ersten 100 Jahren vielleicht sogar leichter fällt? Könnte es sein, dass man, sofern man dieses hohe Alter erreicht, dies sogar als eine Errungenschaft ansieht?
(mehr …)

HeinilsehalbAm 06. August 1956 traten Heinrich und Ilse vor den Traualtar.  Die Glocken läuteten, eine strahlende Sonne zeigte sich am blauen Himmel und sechs kleine Blumenmädchen streuten Wiesenblüten auf den Weg.

„Es war Liebe auf den ersten Blick,“ erzählt Heinrich. „Ich sah Ilse zum ersten Mal auf einem Schützenfest. Sie saß mit einigen Freunden und Verwandten auf einer Bank. Ich konnte nicht aufhören, sie anzuschauen und als sich dann unsere Blicke begegneten, war es um mich geschehen.“
(mehr …)

LuisehalbDas alte s/w Foto der kleinen L., welches mir als Vorlage für diese Portraitzeichnung diente, stammt aus den frühen 50er Jahren.
L. trägt hier einen dicken Wintermantel mit Frischgrätmuster und ihre langen Haare sind ordentlich zu Zöpfen geflochten, so wie es damals üblich war. Zusammen mit acht (!) Geschwistern wuchs sie in einem abgelegenen kleinen Bergdorf in den Dolomiten auf, mit Blick auf die Berge Schwarz- und Weißhorn.
Darum habe ich mir gedacht, dass als Hintergrund ein stilisierter gelber Alpenmohn gut passen würde und dazu eine freundliche Bergziege, die neugierig um die Ecke schaut.
(mehr …)

DorishalbAus dem Jahre 1956 stammt das s/w Foto, welches mir als Vorlage für diese Portrait-Zeichnung diente.
Doris, so heißt dieses niedliche, kleine Mädchen mit dem eindrucksvollen Lockenkopf, war damals fünf Jahre alt. Sie trägt ein feines helles Strickkleidchen mit weißem Kragen und Schleife, so wie man es in der Mitte des letzten Jahrhunderts zu besonderen Gelegenheiten trug.
So eine besondere Gelegenheit war zum Beispiel der Weg zu einem professionellen Fotografen, um ein fachmännisches Foto anfertigen zu lassen. Das machte man nämlich nur recht selten.
(mehr …)

Egonwalterzeigtbildhalb
*
„Egon, Walter, Rüdiger“, so ist die Zeichnung betitelt, welche auf diesem Foto in der Hand eines netten Herrn zu sehen ist. Wer etwas über die Entstehung und den Hintergrund dieses Gruppenportraits nachlesen möchte, der kann dann mal hier zu meinem vorherigen Artikel klicken: „Egon, Walter, Rüdiger“.
Und ja, der freundliche Gentleman, der dieses Gruppenportrait in die Höhe hält, ist tatsächlich einer der drei Jungs. Aber welcher ist es?
Das ist ganz einfach zu erkennen, wenn man hier weiter liest.
(mehr …)

Egonwalterrüdigertwhalb
*
Mit Geschwistern ist das so eine Sache. Man kann sie sich nicht aussuchen. Geschwister lieben und hassen sich, manche vertrauen einander blind, andere sind und bleiben die größten Rivalen. Aber eines ist klar: Geschwisterbeziehungen können nicht beendet werden, sie wirken unterschwellig immer fort. Und das sogar dann, wenn vielleicht gar kein Kontakt mehr zueinander besteht.
(mehr …)

ElkehalbAus dem Jahre 1953 stammt das s/w Foto, welches mir als Vorlage für diese Portrait-Zeichnung diente. Elke, so heißt dieses niedliche, blonde Mädchen, war damals vier Jahre alt. Sie trägt einen kleinen Cape-Mantel mit passendem Hut, so wie man es in der Mitte des letzten Jahrhunderts chic fand.
„Oh ja,“ erzählt Elke, „ich musste immer ein Hütchen tragen, denn meine Mutter liebte das. Aber offenbar habe ich dadurch ein Trauma erlitten, denn ein Hut kommt mir nicht mehr auf den Kopf! Auf gar keinen Fall.“
(mehr …)