Jeder, der mich auch nur ein klitzekleines bisschen kennt, weiß, wie begeistert ich jedes Mal bin, wenn ich die Aufgabe bekomme, ein Kinderportrait zeichnen zu dürfen.
Und wenn das dann auch noch so ein kleiner Sonnenschein ist wie Johann, ist die Freude natürlich groß.
Denn wer ließe sich nicht von diesem umwerfenden Lächeln mitreissen?
Ich bin sicher, da kann niemand widerstehen.
So wie immer beginne ich auch diesmal mit einer zarten, aber genauen Bleistiftzeichnung. Für mich ist es eine Hilfe, schon gleich zu Beginn die Licht- und Schattenbereiche abzugrenzen, sowie zu definieren, woher das Licht kommt.
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In den 40er und 50er Jahren  gehörte Wolfgang  zu den häufigsten Vornamen und nahm oft einen Spitzenplatz ein. Kein Wunder, dass ich in meiner Serie „Jünger und älter“ nun bereits den zweiten Wolfgang portraitieren durfte. Über Wolfgang Nr. 1 habe ich hier ( bitte klicken) berichtet.

Das Foto, das mir als Vorlage für dieses Portrait diente und auf dem Wolfgang Nr.2  in einem von der Mutter selbstgestrickten Wollpullover und mit Ranzen auf dem Rücken zu sehen ist, stammt aus dem Jahr 1957.  Der Pullover kratzte fürchterlich, denn die Wolle stammte aus einem alten aufgeribbelten Janker des Opas. Wolfgang war damals sechs Jahre alt und sehr stolz darauf, endlich zur Schule gehen zu dürfen.
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HeinilsehalbAm 06. August 1956 traten Heinrich und Ilse vor den Traualtar.  Die Glocken läuteten, eine strahlende Sonne zeigte sich am blauen Himmel und sechs kleine Blumenmädchen streuten Wiesenblüten auf den Weg.

„Es war Liebe auf den ersten Blick,“ erzählt Heinrich. „Ich sah Ilse zum ersten Mal auf einem Schützenfest. Sie saß mit einigen Freunden und Verwandten auf einer Bank. Ich konnte nicht aufhören, sie anzuschauen und als sich dann unsere Blicke begegneten, war es um mich geschehen.“
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Barbarazeigtbild2halb„Die Gegenüberstellung gestern und heute würde mich hier auch interessieren.“
So schrieb eine Leserin meines Blogs, als sie sich das Kinderportrait von Barbara ( siehe mein vorheriger Artikel) anschaute.
Dort hatte ich nämlich Barbara im Rahmen meines Projektes „Jünger und älter“ so gezeichnet, wie sie Jahre 1954 ausgesehen hat.

Wie man sieht, hat sie sich im Laufe der Zeit natürlich verändert. Nicht nur, dass sie jetzt eine Brille trägt und ihre Schleifen nicht mehr für die Frisur, sondern für Geschenkpäckchen verwendet. Aber sie hat sich doch nicht soviel verändert, dass man sie nicht mehr erkennen würde. Da bin ich mir sicher.
Nun, wie dem auch sei, Barbara erlaubte mir auf meine Nachfrage hin, dieses Foto, das sie im März 2015 zusammen mit der Zeichnung, die sie im September 1954 zeigt, hier zu posten.
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VolkerhalbIm Jahre 1962, an seinem ersten Schultag, trug Volker einen niedlichen Anzug, bestehend aus taillenlangem Sakko und kurzen Hosen. Dazu ein weißes Hemd und sogar eine Krawatte nebst Einstecktuch. Natürlich auch weiße Kniestrümpfe und blank polierte Schuhe. Denn das war „ordentlich“, das war damals chic.
Genau so sollten Anfang der 60er kleine Jungs zu besonderen Gelegenheiten aussehen. Und ein erster Schultag war natürlich etwas Besonderes. Ganz klar. Meist wurde dann auch ein professionelles Foto gemacht und genau dieses Foto diente mir jetzt als Vorlage für das Portrait.
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Buntstifte und Pastellstifte kann man auch kombinieren, wie es hier in meinem Porträt des Bluesmusikers Robert Lockwood dargestellt ist ( zur Großansicht bitte auf das Bild klicken). Eine Zeichnung mit Pastellstiften, die zumeist sehr malerisch wirkt, kann durch grafisches Überzeichnen mit Buntstiften eine nachträgliche Klarheit bekommen. Umgekehrt kann eine Zeichnung mit Buntstiften weicher und diffuser werden, wenn sie nachträglich mit Pastellstiften überarbeitet wird. Für dieses Porträt  einer der „Last of the great Mississippi Delta Bluesmen“ habe ich nur wenige Farben benutzt, Ocker, Siena, Umbra, Grau, Schwarz und etwas Blau. Gezeichnet ist auf Hahnemühle Zeichenpapier 120g in DIN A3, welches ich quadratisch zurechtgeschnitten habe. Die Person, die Gitarre und auch die Hand sind relativ genau und realistisch gezeichnet, während der Hintergrund im Diffusen verschwimmt und nur eine schwach angedeutete Landschaft zeigt. Denn das Wichtige hier auf dieser Zeichnung ist der Mensch Robert Lockwood, der für seine Musik, seinen Blues, lebte und dies sein ganzes langes Leben lang. Dieses Porträt ist eines aus meiner Serie „The Blues Is Still Alive –  Porträts alter Bluesmänner/Bluesfrauen“, die ich mit Zeichnungen von Stadt- und Landansichten aus dem Süden der USA kombiniert habe.