Artwork / Portraits


Diesmal geht`s nach Sassnitz! Das historische Hafenstädchen auf der größten und vielleicht schönsten Insel unseres Landes empfängt uns mit sonnenbeschienenen, historischen Häusern in charmanter Bäderarchitektur, einer 1450 Meter langen Mole, über die es sich wunderbar flanieren lässt und einer Kunstgalerie, die so stimmungsvoll und liebevoll gestaltet ist, dass man sich dort länger aufhält, als vielleicht geplant. Kann man seine Zeit schöner verbringen?

Hier habe ich also die große Freude und das Vergnügen, drei meiner Zeichnungen in einer Gemeinschaftsausstellung in dem einladenden „Art Salon Q3“ präsentieren zu dürfen.
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„Schäre heißt „Skär““, so erklärt uns der Kapitän, ein alter Seebär mit weißen, struppigen Haaren und einem ebensolchen Bart. Der massige Hals ragt aus einer dicken blauen Steppweste hervor. Dazu trägt er einen gemütlichen Kapitänsbauch vor sich her und Gummistiefel an den Füßen.
„Und eine Insel heißt „ö““, erklärt er weiter, „eine kleine Insel dagegen „ör“, ein Stein „sten“ und dann gibt es noch „grynna“, das ist  ein Stein, der sich teilweise oder ganz unter Wasser befindet.“
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Finnland oder Schweden?
Keines von Beiden.
Denn Åland, zwischen Stockholm und Turku am Bottnischen Meerbusen gelegen, ist autonom. Mit eigener Flagge (ein rotes Kreuz auf gelbem Kreuz mit blauem Hintergrund), mit eigenen Briefmarken, eigenem Autokennzeichen, einem eigenen Steuersystem und, ja, auch eigener Web-Domain (.ax).
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Hach…wie schön – mit großer Freude erhielt ich heute eine liebe mail von der Dame, die mich vor einiger Zeit bat, ein Portrait Ihres Schwiegervaters anzufertigen. Ja genau, das ist der alte Herr, den ich in meinem letzten Artikel zeigte (hier ist eine Variante in s/w).
Diese Zeichnung sollte ein besonderes Geburtstagsgeschenk für ihren Mann sein.
Und das Schönste ist: Die nette Dame namens Brigitte erzählt in ihrer mail einiges aus dem langen bewegten Leben ihres Schwiegervaters. Mit ihrer freundlichen Erlaubnis darf ich diesen Text hier zeigen. Sie schreibt:

Liebe Rosie,
ganz lieben Dank für diese wunderschöne Zeichnung. Mein Mann, der 71jährige Sohn des alten Herrn, der hat sich außerordentlich gefreut! Unser alter Herr hatte ein wahrhaft bewegtes Leben. Die gesamte Familie hat ihn geliebt, seine 8 Kinder (4 Töchter, 4 Söhne), seine 22 Enkel und soweit ich jetzt noch zählen kann – seine 19 Urenkel. Zu erwähnen wäre da, es studieren noch einige Enkel und die Schar der Urenkel könnte sich durchaus noch vergrößern. – Alle haben den Großvater immer sehr gerne in seiner großen Wohnung besucht und seinen 90. und seinen 100. Geburtstag hättest du erleben sollen.
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102 ?? Ja, einhundertundzwei. 
Was bedeutet das? Auf so viele Jahre kann der alte Herr zurückblicken, den ich kürzlich portraitierte und dessen Bildnis ich nun hier im Blog zeigen darf.
Ist es ein Glück, so alt zu werden? 102 Jahre? Ich möchte sagen: ja. Denn vor einiger Zeit las ich in einer Zeitung einen Artikel, der betitelt war: „Der Optimismus der Uralten“. Hier wurde anschaulich berichtet, dass Hochbetagte einer Heidelberger Studie zufolge erstaunlich zuversichtlich sind, obwohl kein einziger von ihnen mehr gesund ist.  Ja, sogar acht von zehn dieser sehr alten Menschen bekundeten, mit ihrem Leben zufrieden zu sein. Viele von ihnen machten sogar noch Pläne. So schaute ich z.B. im Video staunend einer Dame zu, die sich zu ihrem 100. Geburtstag einen Tandem-Fallschirmsprung wünschte – und auch bekam. Könnte es sein, dass das Leben nach den ersten 100 Jahren vielleicht sogar leichter fällt? Könnte es sein, dass man, sofern man dieses hohe Alter erreicht, dies sogar als eine Errungenschaft ansieht?
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Jeder, der mich auch nur ein klitzekleines bisschen kennt, weiß, wie begeistert ich jedes Mal bin, wenn ich die Aufgabe bekomme, ein Kinderportrait zeichnen zu dürfen.
Und wenn das dann auch noch so ein kleiner Sonnenschein ist wie Johann, ist die Freude natürlich groß.
Denn wer ließe sich nicht von diesem umwerfenden Lächeln mitreissen?
Ich bin sicher, da kann niemand widerstehen.
So wie immer beginne ich auch diesmal mit einer zarten, aber genauen Bleistiftzeichnung. Für mich ist es eine Hilfe, schon gleich zu Beginn die Licht- und Schattenbereiche abzugrenzen, sowie zu definieren, woher das Licht kommt.
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“Wolfgang Nr. 2”, so ist die Zeichnung betitelt, welche auf diesem Foto in der Hand eines netten Herrn mit Brille zu sehen ist.
Wer jetzt neugierig geworden ist und gerne etwas über die Entstehung und den Hintergrund dieses Portraits nachlesen möchte, der kann dann mal hier zu dem vorigen Artikel klicken: “Wolfgang Nr. 2”.
Und ja, der freundliche Gentleman, der diese Zeichnung in die Höhe hält, ist in der Tat der sechsjährige Autofan, dessen eifriges Bestreben es damals war, seiner kleinen Sammlung von Wiking-Autos das ein oder andere erschwingliche Teil hinzuzufügen.
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