Im „Rolling-Stones-Fan Museum“ feiern wir mit Gründer und Direktor Ulli Schröder (rechts) die Ankunft meines Werkes

Nein, damit hatte ich nicht gerechnet.
Ich hatte nicht damit gerechnet, als Ulli Schröder, der Gründer und Direktor des „Rolling Stones-Fan Museums“, vor meinen Zeichnungen und Bildern, die ich im Saalbau Rothe Erde in Aachen (hier nachlesen) präsentierte, stehenblieb.

„Genau das ist es,“ sagte er dann und zeigte auf eines meiner Werke der jungen Rolling Stones, „das ist perfekt für unser Museum. Es wird sich in unserem Sixties-Bereich hervorragend machen.“

Das Gemälde, eines meiner Unikate in der Größe von 120 cm x 80 cm, zeigt die „Rollenden Steine“ zu einer Zeit, als sie für viele noch unbegreiflich waren.
Aufmüpfig, eigensinnig, respektlos und strotzend vor Selbstbewusstsein.
Ihre Jugend, eingehend mit Widerspenstigkeit und Kompromisslosigkeit wollte ich mit Acryl auf Leinwand einfangen.
Man sieht Mick Jagger und seine vier „Heulfritzen mit Staubwedelfrisuren“ (wie man sie damals bezeichnete), Keith Richards, Charlie Watts, Bill Wyman und den leider schon 1969 verstorbenen Brian Jones.

Als ich die Idee zu diesem Bandportrait hatte, überlegte ich mir, die Jungs passend zur längst vergangenen Zeit in schwarz/weiß darzustellen und sie dann in einen bunten psychedelischen Kontext zu setzen.
Persönlich war ich nämlich seinerzeit sehr begeistert von der avantgardistischen Kreativität der Künstler aus San Francisco.
Ja, in den wilden, revolutionären 60-er Jahren tat sich etwas. Überall.
Auch in der Musik.

„Komm in unser Museum und schau es dir an,“ lud mich Herr Schröder ein und natürlich sagte ich begeistert zu.

Fast fühlte ich mich wie beschwipst und war auch ein bisschen aufgeregt, als ich einige Wochen später das „Rolling Stones-Fan Museum“ in Lüchow betrat.
Es wurde ein Museumsbesuch der besonderen Art, denn die umfangreiche Sammlung, die hier gezeigt wird, ist in der Tat einzigartig.
Auf über 1.000 Quadratmetern werden hier für den echten Fan erstaunliche und verblüffende Exponate rund um die Rolling Stones präsentiert.

Getreu dem Motto „It`s Only Rock`n`Roll, but we like it“ setzt sich Ulli Schröder, der seit 1997 auch Galerist von Rolling-Stones-Gitarrist und Maler Ron Wood ist, dafür ein, dass seine Besucher in positiver Atmosphäre Spaß haben, Inspirationen und richtig gute Laune bekommen.

Unzählige Vintageschätze, Fotos, poppig bunte Plakate, Presseartikel, diverse Tonträger, goldene Schallplatten, allerlei Skurilles, wie z.B. ein signierten Snooker-Billard Tisch, den die Band einst mit auf ihre Tourneen nahm, zwei alte Mercedes-Autos der S-Klasse W126, mit Original englischen Nummernschildern, die einmal Billy Wyman und Mick Jagger gehörten, sowie Gemälde und Bilder von Künstlern zum Thema geben einem das Gefühl, genau hier und jetzt richtig zu sein.

Wer zwischendurch Lust hat, etwas zu trinken, kann an der gemütlichen langen Theke des „Irish Pub“ neben Gleichgesinnten Platz nehmen.
Toll sind auch die behaglichen Plauderecken mit stylischen Sesseln, in denen man lesen, fachsimpeln oder sich entspannen kann.
Alles sehr aufwendig, stimmig und liebevoll gestaltet, zu meckern gibt es nichts!
Aber auch gar nichts.

Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass ich sehr stolz und glücklich darüber bin, dass mein Werk einen so schönen Platz in einem so fabelhaften Museum gefunden hat.
Yeah….

Alle Fotos: Dr. W.Reich