Portraits Frauen/Männer


„Blau des Himmels“, so heißt eines der faszinierenden Gedichte des expressionistischen Dichters Georg Heym, die die Ratinger Band „Schwarzbrenner“ vertont hat.
In ein wunderbares Blau ist auch die Bühne getaucht, auf der die Band in der letzten Woche in Vlotho ihre spezielle, ganz eigene Musik, die geradezu perfekt um Heyms textliche Aussagen kreist, vorgetragen hat.
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„Never too old to rock“, so habe ich diese Zeichnung von Bernd, Klaus und Volker betitelt.
Denn diese drei gut gelaunten Herren, die einerseits im „gesetzten“ Alter zwischen 62 und 70 Jahre sind, zeigen andererseits ganz wunderbar, daß, wenn man älter wird, nicht unbedingt älter sein muss.
Störrisch authentisch und dabei froh, lässig, selbstbewusst und sehr präsent zeigen sie unübersehbar, dass ein „Altes Eisen“  nicht unbedingt rosten muss, sondern durchaus  auch blinken kann.
Zum Glück!
Alle drei sind Mitglieder des Vereins „Rock Freaks e.V.“, der vor einigen Jahren gegründet wurde, um regelmäßig Konzerte und Festivals aus den Bereichen Psych, Stoner und Blues zu veranstalten. Aus reichhaltiger, eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass es kein Fehler ist, dort mitzurocken! (mehr …)

Hach…wie schön – mit großer Freude erhielt ich heute eine liebe mail von der Dame, die mich vor einiger Zeit bat, ein Portrait Ihres Schwiegervaters anzufertigen. Ja genau, das ist der alte Herr, den ich in meinem letzten Artikel zeigte (hier ist eine Variante in s/w).
Diese Zeichnung sollte ein besonderes Geburtstagsgeschenk für ihren Mann sein.
Und das Schönste ist: Die nette Dame namens Brigitte erzählt in ihrer mail einiges aus dem langen bewegten Leben ihres Schwiegervaters. Mit ihrer freundlichen Erlaubnis darf ich diesen Text hier zeigen. Sie schreibt:

Liebe Rosie,
ganz lieben Dank für diese wunderschöne Zeichnung. Mein Mann, der 71jährige Sohn des alten Herrn, der hat sich außerordentlich gefreut! Unser alter Herr hatte ein wahrhaft bewegtes Leben. Die gesamte Familie hat ihn geliebt, seine 8 Kinder (4 Töchter, 4 Söhne), seine 22 Enkel und soweit ich jetzt noch zählen kann – seine 19 Urenkel. Zu erwähnen wäre da, es studieren noch einige Enkel und die Schar der Urenkel könnte sich durchaus noch vergrößern. – Alle haben den Großvater immer sehr gerne in seiner großen Wohnung besucht und seinen 90. und seinen 100. Geburtstag hättest du erleben sollen.
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102 ?? Ja, einhundertundzwei.
Was bedeutet das? Auf so viele Jahre kann der alte Herr zurückblicken, den ich kürzlich portraitierte und dessen Bildnis ich nun hier im Blog zeigen darf.
Ist es ein Glück, so alt zu werden? 102 Jahre? Ich möchte sagen: ja. Denn vor einiger Zeit las ich in einer Zeitung einen Artikel, der betitelt war: „Der Optimismus der Uralten“. Hier wurde anschaulich berichtet, dass Hochbetagte einer Heidelberger Studie zufolge erstaunlich zuversichtlich sind, obwohl kein einziger von ihnen mehr gesund ist.  Ja, sogar acht von zehn dieser sehr alten Menschen bekundeten, mit ihrem Leben zufrieden zu sein. Viele von ihnen machten sogar noch Pläne. So schaute ich z.B. im Video staunend einer Dame zu, die sich zu ihrem 100. Geburtstag einen Tandem-Fallschirmsprung wünschte – und auch bekam. Könnte es sein, dass das Leben nach den ersten 100 Jahren vielleicht sogar leichter fällt? Könnte es sein, dass man, sofern man dieses hohe Alter erreicht, dies sogar als eine Errungenschaft ansieht?
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HeinilsehalbAm 06. August 1956 traten Heinrich und Ilse vor den Traualtar.  Die Glocken läuteten, eine strahlende Sonne zeigte sich am blauen Himmel und sechs kleine Blumenmädchen streuten Wiesenblüten auf den Weg.

„Es war Liebe auf den ersten Blick,“ erzählt Heinrich. „Ich sah Ilse zum ersten Mal auf einem Schützenfest. Sie saß mit einigen Freunden und Verwandten auf einer Bank. Ich konnte nicht aufhören, sie anzuschauen und als sich dann unsere Blicke begegneten, war es um mich geschehen.“
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DmeyerhalbManchmal hat man ja noch etwas vom Weihnachtsgeld und Geburtstagsgeld übrig.
Davon kann man sich dann noch etwas richtig Schönes, schon lange in Erwägung gezogenes kaufen – wie zum Beispiel eine neue Feder.
Brauche ich eine neue Feder? Ich denke ja.
Sie soll nämlich für meinen alten Montblanc Meisterstück Füllhalter sein, den ich, wie meine Leser hier natürlich wissen, liebend gern zum Zeichnen benutze (wie auch bei dem hier gezeigten Portrait).
Leider erweist sich der Federtausch bei einem Montblanc als nicht so einfach.
Im Schreibgeräteladen meines Vertrauens erklärt man mir, dass der Füllhalter nämlich zum firmeneigenen Service eingeschickt werden muss, da die Feder nur mit Spezialwerkzeug ausgetauscht werden kann.
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Eine Zeichnung kann viele Dinge zum Ausdruck bringen: mit wenigen Linien kann sie eine Art visuelle Kurzschrift in einem Skizzenbuch sein oder sie kann helfen, ein Gemälde vorzubereiten.  Aber sie kann auch ein autonomes Kunstwerk sein,  das mit der gleichen Sorgfalt durchdacht und komponiert werden sollte wie zum Beispiel ein Ölgemälde oder ein farbiges Bild.  Manchmal wirkt eine Bleistiftzeichnung,  die genau beobachtete Details,  sowie verschiedene Texturen und differenzierte Tonwertabstufungen aufweist, fast wie eine ganz spezielle,  außergewöhnliche Fotografie.

Das Portrait von Helen war für mich eine besondere und spannende Herausforderung ( zur Großansicht bitte auf die Bilder klicken ).  Helen ist nämlich selbst Künstlerin und malt wunderbar ausdrucksvolle, zumeist kleinformatige Bilder in farbiger Expressivität, wobei immer der realistische Ansatz zu sehen ist.  Ich mag ihre Arbeiten sehr, die oft Obst, Gemüse, frische oder zubereitete Lebensmittel zeigen. Kleine, zumeist unbeachtete Dinge, wie z.B. ein Brötchen, eine halbe Zitrone oder ein Teebeutel bekommen bei ihr eine Präsenz und Ausdruckskraft, dass ich immer wieder staune.

Helen hat dafür eine ganz spezielle Malweise entwickelt, nämlich die „Malerei auf Pizzakarton“. Und das schreibe ich hier jetzt nicht einfach so, denn jedes ihrer Bilder ist tatsächlich auf einem Karton gemalt, auf dem üblicherweise Pizzen transportiert werden. Bestellt man ein  etwas bei ihr, bekommt man einen echten Pizzakarton geliefert….

Wer jetzt neugierig geworden ist, der kann dann mal hier klicken: http://www.malereiaufpizzakarton.de/

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