Portraits Frauen/Männer


„Never too old to rock“, so habe ich diese Zeichnung von Bernd, Klaus und Volker betitelt.
Denn diese drei gut gelaunten Herren, die einerseits im „gesetzten“ Alter zwischen 62 und 70 Jahre sind, zeigen andererseits ganz wunderbar, daß, wenn man älter wird, nicht unbedingt älter sein muss.
Störrisch authentisch und dabei froh, lässig, selbstbewusst und sehr präsent zeigen sie unübersehbar, dass ein „Altes Eisen“  nicht unbedingt rosten muss, sondern durchaus  auch blinken kann.
Zum Glück!
Alle drei sind Mitglieder des Vereins „Rock Freaks e.V.“, der vor einigen Jahren gegründet wurde, um regelmäßig Konzerte und Festivals aus den Bereichen Psych, Stoner und Blues zu veranstalten. Aus reichhaltiger, eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass es kein Fehler ist, dort mitzurocken! (mehr …)

Hach…wie schön – mit großer Freude erhielt ich heute eine liebe mail von der Dame, die mich vor einiger Zeit bat, ein Portrait Ihres Schwiegervaters anzufertigen. Ja genau, das ist der alte Herr, den ich in meinem letzten Artikel zeigte (hier ist eine Variante in s/w).
Diese Zeichnung sollte ein besonderes Geburtstagsgeschenk für ihren Mann sein.
Und das Schönste ist: Die nette Dame namens Brigitte erzählt in ihrer mail einiges aus dem langen bewegten Leben ihres Schwiegervaters. Mit ihrer freundlichen Erlaubnis darf ich diesen Text hier zeigen. Sie schreibt:

Liebe Rosie,
ganz lieben Dank für diese wunderschöne Zeichnung. Mein Mann, der 71jährige Sohn des alten Herrn, der hat sich außerordentlich gefreut! Unser alter Herr hatte ein wahrhaft bewegtes Leben. Die gesamte Familie hat ihn geliebt, seine 8 Kinder (4 Töchter, 4 Söhne), seine 22 Enkel und soweit ich jetzt noch zählen kann – seine 19 Urenkel. Zu erwähnen wäre da, es studieren noch einige Enkel und die Schar der Urenkel könnte sich durchaus noch vergrößern. – Alle haben den Großvater immer sehr gerne in seiner großen Wohnung besucht und seinen 90. und seinen 100. Geburtstag hättest du erleben sollen.
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HeinilsehalbAm 06. August 1956 traten Heinrich und Ilse vor den Traualtar.  Die Glocken läuteten, eine strahlende Sonne zeigte sich am blauen Himmel und sechs kleine Blumenmädchen streuten Wiesenblüten auf den Weg.

„Es war Liebe auf den ersten Blick,“ erzählt Heinrich. „Ich sah Ilse zum ersten Mal auf einem Schützenfest. Sie saß mit einigen Freunden und Verwandten auf einer Bank. Ich konnte nicht aufhören, sie anzuschauen und als sich dann unsere Blicke begegneten, war es um mich geschehen.“
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DmeyerhalbManchmal hat man ja noch etwas vom Weihnachtsgeld und Geburtstagsgeld übrig.
Davon kann man sich dann noch etwas richtig Schönes, schon lange in Erwägung gezogenes kaufen – wie zum Beispiel eine neue Feder.
Brauche ich eine neue Feder? Ich denke ja.
Sie soll nämlich für meinen alten Montblanc Meisterstück Füllhalter sein, den ich, wie meine Leser hier natürlich wissen, liebend gern zum Zeichnen benutze (wie auch bei dem hier gezeigten Portrait).
Leider erweist sich der Federtausch bei einem Montblanc als nicht so einfach.
Im Schreibgeräteladen meines Vertrauens erklärt man mir, dass der Füllhalter nämlich zum firmeneigenen Service eingeschickt werden muss, da die Feder nur mit Spezialwerkzeug ausgetauscht werden kann.
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Ja, genau, das bin unübersehbar ich….smile* .  Gemalt von der wunderbaren Künstlerin Helen Königs aus Bremen.  Helen und ich haben nämlich in den letzten Wochen ein spannendes und aufregendes Projekt geplant und verwirklicht:  wir haben uns gegenseitig gezeichnet/gemalt!  Das war eine tolle Erfahrung und hat richtig viel Spass gemacht!

Wenn ihr hier im Blog etwas weiter nach unten scrollt, könnt ihr mein Portrait von Helen sehen. Und wer es noch nicht getan hat, der möge sich doch bitte einmal ihren kurzweiligen und interessanten Blog anschauen.  Dort könnt ihr außergewöhnliche, auf Pizzakarton gemalte Bilder bewundern.  Hier ist der Link dazu:  Helens Malerei auf Pizzakarton.

Ist es nicht schön, dass man solche bereichernden Kontakte über das Internet findet?

Eine Zeichnung kann viele Dinge zum Ausdruck bringen: mit wenigen Linien kann sie eine Art visuelle Kurzschrift in einem Skizzenbuch sein oder sie kann helfen, ein Gemälde vorzubereiten.  Aber sie kann auch ein autonomes Kunstwerk sein,  das mit der gleichen Sorgfalt durchdacht und komponiert werden sollte wie zum Beispiel ein Ölgemälde oder ein farbiges Bild.  Manchmal wirkt eine Bleistiftzeichnung,  die genau beobachtete Details,  sowie verschiedene Texturen und differenzierte Tonwertabstufungen aufweist, fast wie eine ganz spezielle,  außergewöhnliche Fotografie.

Das Portrait von Helen war für mich eine besondere und spannende Herausforderung ( zur Großansicht bitte auf die Bilder klicken ).  Helen ist nämlich selbst Künstlerin und malt wunderbar ausdrucksvolle, zumeist kleinformatige Bilder in farbiger Expressivität, wobei immer der realistische Ansatz zu sehen ist.  Ich mag ihre Arbeiten sehr, die oft Obst, Gemüse, frische oder zubereitete Lebensmittel zeigen. Kleine, zumeist unbeachtete Dinge, wie z.B. ein Brötchen, eine halbe Zitrone oder ein Teebeutel bekommen bei ihr eine Präsenz und Ausdruckskraft, dass ich immer wieder staune.

Helen hat dafür eine ganz spezielle Malweise entwickelt, nämlich die „Malerei auf Pizzakarton“. Und das schreibe ich hier jetzt nicht einfach so, denn jedes ihrer Bilder ist tatsächlich auf einem Karton gemalt, auf dem üblicherweise Pizzen transportiert werden. Bestellt man ein  etwas bei ihr, bekommt man einen echten Pizzakarton geliefert….

Wer jetzt neugierig geworden ist, der kann dann mal hier klicken: http://www.malereiaufpizzakarton.de/

„Könntest du wohl mal,“ sagte vor einiger Zeit Wolfgang Becker, Sänger und Gitarrist der Band „Schwarzbrenner“ zu mir, „ein Portrait von Georg Heym anfertigen und zwar im Kontext zu seinen Gedichten?“ Dazu muss ich sagen, dass die Ratinger Band „Schwarzbrenner“ seit vielen Jahren Lyrik des großartigen expressionistischen Dichters Georg Heym vertont. Eine Reihe beeindruckender CDs sind bereits veröffentlicht worden, auf denen es der Band sehr gut gelungen ist, über 100 Jahre alte Lyrik sowohl nachdrücklich rockig, als auch melancholisch bluesig in ein facettenreiches Hörerlebnis zu kombinieren.

„Klar, gern“, antwortete ich, machte mich mit Begeisterung an die Arbeit, suchte in alten Lyrik-Bänden nach Fotos des mit 24 Jahren verstorbenen Georg Heym und las fasziniert in seinen Gedichten. Fotos gibt es leider nur wenige von ihm, denn bereits im Jahre 1912 ertrank er beim Schlittschuhlaufen auf der Havel, als er seinem Freund Ernst Balcke das Leben retten wollte.  Als Vorlage wählte ich sodann ein Foto, auf dem er fast kindlich erscheint, mit schwermütigem Blick und akkurat gescheiteltem Haar, perfekt gekleidet in ein dunkles Sakko mit Krawatte.  Als Hintergrund inspirierte mich das Gedicht „Der Krieg“, in dem es in der 2. Strophe heißt: „In den Abendlärm der Städte fällt es weit // Frost und Schatten einer fremden Dunkelheit. // Und der Märkte runder Wirbel stockt zu Eis. // Es wird still. Sie sehn sich um. Und keiner weiß.“  Um diese düstere Stimmung zu unterstreichen, benutzte ich nur wenige Farben für das Portrait, nämlich Varianten von wolkigem grau und dazu schwarz,  ein klein wenig mattes Rot und Grün.  Das Bild war dann im Original 50 x 60 cm groß und bekam von mir noch einen breiten schwarzen Rahmen.

Anschließend ließ Wolfgang Becker von diesem Bild bei einer Druckerei eine dreiteilige Kulisse anfertigen, von der jedes Element ca. 1,50 m breit und ca. 2,00 m hoch ist. Die Einzelteile werden bei jedem Auftritt hinter den Instrumenten aufgestellt und vermitteln so dem Zuschauer/Zuhörer einen ersten Eindruck dessen, wer Georg Heym war und machen neugierig darauf, wie „Schwarzbrenner“  ihn und seine Texte mit ihrer Musik in die heutige Zeit transportieren ( zur Großansicht bitte auf das Bild klicken und zu der Band bitte hier www.schwarzbrenner.de).

Und wer jetzt gern einmal „Schwarzbrenner“ hören und sehen möchte, der kann dann mal hier klicken:

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