LuisehalbDas alte s/w Foto der kleinen L., welches mir als Vorlage für diese Portraitzeichnung diente, stammt aus den frühen 50er Jahren.
L. trägt hier einen dicken Wintermantel mit Frischgrätmuster und ihre langen Haare sind ordentlich zu Zöpfen geflochten, so wie es damals üblich war. Zusammen mit acht (!) Geschwistern wuchs sie in einem abgelegenen kleinen Bergdorf in den Dolomiten auf, mit Blick auf die Berge Schwarz- und Weißhorn.
Darum habe ich mir gedacht, dass als Hintergrund ein stilisierter gelber Alpenmohn gut passen würde und dazu eine freundliche Bergziege, die neugierig um die Ecke schaut.
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DorishalbAus dem Jahre 1956 stammt das s/w Foto, welches mir als Vorlage für diese Portrait-Zeichnung diente.
Doris, so heißt dieses niedliche, kleine Mädchen mit dem eindrucksvollen Lockenkopf, war damals fünf Jahre alt. Sie trägt ein feines helles Strickkleidchen mit weißem Kragen und Schleife, so wie man es in der Mitte des letzten Jahrhunderts zu besonderen Gelegenheiten trug.
So eine besondere Gelegenheit war zum Beispiel der Weg zu einem professionellen Fotografen, um ein fachmännisches Foto anfertigen zu lassen. Das machte man nämlich nur recht selten.
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„Egon, Walter, Rüdiger“, so ist die Zeichnung betitelt, welche auf diesem Foto in der Hand eines netten Herrn zu sehen ist. Wer etwas über die Entstehung und den Hintergrund dieses Gruppenportraits nachlesen möchte, der kann dann mal hier zu meinem vorherigen Artikel klicken: „Egon, Walter, Rüdiger“.
Und ja, der freundliche Gentleman, der dieses Gruppenportrait in die Höhe hält, ist tatsächlich einer der drei Jungs. Aber welcher ist es?
Das ist ganz einfach zu erkennen, wenn man hier weiter liest.
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Egonwalterrüdigertwhalb
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Mit Geschwistern ist das so eine Sache. Man kann sie sich nicht aussuchen. Geschwister lieben und hassen sich, manche vertrauen einander blind, andere sind und bleiben die größten Rivalen. Aber eines ist klar: Geschwisterbeziehungen können nicht beendet werden, sie wirken unterschwellig immer fort. Und das sogar dann, wenn vielleicht gar kein Kontakt mehr zueinander besteht.
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ElkehalbAus dem Jahre 1953 stammt das s/w Foto, welches mir als Vorlage für diese Portrait-Zeichnung diente. Elke, so heißt dieses niedliche, blonde Mädchen, war damals vier Jahre alt. Sie trägt einen kleinen Cape-Mantel mit passendem Hut, so wie man es in der Mitte des letzten Jahrhunderts chic fand.
„Oh ja,“ erzählt Elke, „ich musste immer ein Hütchen tragen, denn meine Mutter liebte das. Aber offenbar habe ich dadurch ein Trauma erlitten, denn ein Hut kommt mir nicht mehr auf den Kopf! Auf gar keinen Fall.“
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HelmuthalbDas Foto, das mir als Vorlage für dieses Portrait diente und auf dem Helmut „ordentlich“ gekleidet in Sakko, weißem Hemd und Krawatte zu sehen ist, stammt aus dem Jahr 1963. Helmut war damals zwölf Jahre alt.
Was seine Interessen anging, so waren diese, so hörte ich, sehr überschaubar. Das war nämlich immer nur Fußball, Fußball, Fußball. Das ging so weit, dass er schon als kleiner Junge wusste, dass er später einmal Profifußballer werden wollte. Das war gar keine Frage. Das stand fest. Sicherlich spielte es für ihn dabei auch eine Rolle, dass es seit der Saison 1963/1964 in Deutschland erstmals die Fußball-Bundesliga gab.
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GerhardhalbAuf der Rückseite des Fotos, welches ich als Vorlage für dieses Kinderportrait erhielt, steht das genaue Datum, nämlich der 12. April 1928.  In weit ausholender, dazu wunderschön verschnörkelter Sütterlin-Schrift ist zu lesen, dass dieses Bild zur Erinnerung an Gerhard`s Schulanfang aufgenommen wurde. Als ich diese Schrift sah und las, erinnerte ich mich sofort daran, wieviel Spaß es mir gemacht hatte, vor vielen Jahren Sütterlin zu erlernen. Damals bot dies ein Lehrer meiner Schule in einem freiwilligen Kurs an. Ich war natürlich sofort interessiert, denn in meiner Familie wurden einige Frontbriefe aufbewahrt, sowie alte Familienurkunden und Bücher mit handschriftlichen Notizen und Widmungen. So richtig konnte das mittlerweile aber niemand mehr lesen.
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