Warten … warten darauf, dass sich die Türen zum Saal und zur Veranstaltung öffnen. Man kann nachdenken beim Warten. Man kann die Umgebung auf sich wirken und seinen Gedanken freien Lauf lassen. Man kann mit seinem Gegenüber reden, mit ihm lachen, sich austauschen und ihm dabei in die Augen sehen. Oder mit ihm ein Bier trinken.
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Es gibt Verbindungen von Ort und Zeit, da fühlt man sich, als wäre man an einem Ort außerhalb von Zeit, so, als wäre man z.B. in „Andersland“, so wie Norwegen einmal genannt wurde.
Dann bleibt es manchmal selbst am hellichten Tag ein wenig fahl und dämmerig, der tiefe, stille Fjord zeigt sich schummerig grau, so dass man sich nicht wundern würde, wenn an der nächsten Ecke Trolle, Elfen oder gar Berggeister auftauchen würden.
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„Komm, wir gehen hinein. Kann ja nicht schaden,“ sagt die resolute Dame, die neben uns in dem kleinen, verschlafenen Bahnhof von Åndalsnes am Isfjord steht und rückt ihren Trekking-Rucksack zurecht. Sie zieht ihren ein wenig widerstrebenden, bärtigen Mann hinüber zu dem alten, knallroten Waggon, der ein paar Schritte abseits steht.
Hier findet man etwas Außergewöhnliches vor.
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Das Morgenlicht ist unglaublich klar und strahlend, der Himmel stahlblau, salzig die Luft und es riecht nach Fisch. Der Fjord glitzert wie ein Spiegel. Wir schauen auf Felsen und Fjell, Meer und Schärengarten, Boote und Schiffe.
Über uns kreischen Möwen. Wir gehen durch einen magischen Moment.
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„164 Stufen,“ sagt der junge Mann im Kassenhäuschen und setzt dann hinzu: „Es gibt keinen Aufzug. Wollen Sie trotzdem?“ er schaut erwartungsvoll.
„Klar,“ sage ich.
Denn sollten mich 164 Stufen davon abhalten, bis ganz nach oben auf die Aussichtskanzel des Leuchtturms zu steigen? Natürlich nicht.
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„Schäre heißt „Skär““, so erklärt uns der Kapitän, ein alter Seebär mit weißen, struppigen Haaren und einem ebensolchen Bart. Der massige Hals ragt aus einer dicken blauen Steppweste hervor. Dazu trägt er einen gemütlichen Kapitänsbauch vor sich her und Gummistiefel an den Füßen.
„Und eine Insel heißt „ö““, erklärt er weiter, „eine kleine Insel dagegen „ör“, ein Stein „sten“ und dann gibt es noch „grynna“, das ist  ein Stein, der sich teilweise oder ganz unter Wasser befindet.“
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Finnland oder Schweden?
Keines von Beiden.
Denn Åland, zwischen Stockholm und Turku am Bottnischen Meerbusen gelegen, ist autonom. Mit eigener Flagge (ein rotes Kreuz auf gelbem Kreuz mit blauem Hintergrund), mit eigenen Briefmarken, eigenem Autokennzeichen, einem eigenen Steuersystem und, ja, auch eigener Web-Domain (.ax).
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Die Farmacia ist aus weiß angestrichenen Ziegelsteinen, hat blaue Fenster und ein Mansardendach, das über einen Schirm schwarzer Zypressen hinausragt. Im Innern finden wir gediegene Mahagoniregale, einen glatten Steinfußboden und ein von einem Sicherheitsbeamten bewachtes gläsernes Kassenhäuschen vor.
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panamawaldhalbDer Zug ist schon alt. Ziemlich alt sogar. Er stammt aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Aber er ist wunderbar in Schuss.
Perfekt restauriert mit glänzend poliertem Holz, antiken Lampen, deren grüne Glasschirme schimmern, und mächtigen Leder-Fauteuils.
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panamacolonhalbDer Ort besteht aus schäbigen Zementhäusern, Lagerhallen, desolaten Backsteinkästen,  einem Gewirr von elektrischen Drähten auf den Dächern und einem Sportplatz, der mit einem drei Meter hohen Zaun umgeben ist. Es gibt eine müllübersäte Grünanlage mit schwarzen Zypressen und Geschäfte, die im Kolonialstil erbaut sind.
Alle, sogar die Bäckereien, haben Gitterstäbe vor den Fenstern.
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