kulturnachtheftDie „Nacht der Kultur“ in meiner Nachbarstadt Remscheid und die „Jahresausstellung“ unseres Kunstvereins finden immer gleichzeitig statt. Sozusagen.
Denn die „Nacht der Kultur“ dauert, wie der Name schon assoziiert, nur eine Nacht – aber die hat es in sich.
Denn sie kann, und dies sage ich jetzt aus Erfahrung, sehr lang und sehr ereignisreich sein. Oh ja.
Bereits in den letzten vier Jahren hatte ich die große Freude, an der „Nacht der Kultur“ einen Anteil haben zu dürfen. Natürlich nur einen ganz kleinen. Aber immerhin.
Und auch dieses Mal wurde ich von der „Kulturstadt Remscheid e.V.“ eingeladen, wieder dabei zu sein, nämlich als Ausstellerin meiner Bilder „Blues und Jazz“.
In den Geschäftsräumen des Herrn Jannasch in der Fußgängerzone, Alleestr. 60 fand die Veranstaltung „Jazz Is Not Dead – It Just Smells Funny“ incl. Jazzband statt. Dazu passten meine Zeichnungen natürlich perfekt.

Von Beginn an bevölkerten Menschen jeglicher Coleur in stetem Strom und in bester Stimmung den Laden. Sogar ein zottiger, in ein kariertes Regencape gekleideter Hund kam in Begleitung seines ebenfalls Regencape tragendes Frauchens und trottete durchaus interessiert, so schien es mir jedenfalls, an den Bildern vorbei.
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Oh ja, das war eine Nacht für richtige Nachtschwärmer! Überall in der Nachbarstadt Remscheid wurde am Wochenende während der „Vaillant Nacht der Kultur“ eine Menge geboten: Kunst, Musik, Theater, Tanz, Lyric, Design, Film, Kabarett, Lesungen und auch Geschichtliches. 67 (!) Stätten öffneten ihre Pforten für Besucher. Und zwar waren nicht nur die klassischen Kultureinrichtungen dabei, nein, auch Läden, Büros, Keller und sogar Gewächshäuser wurden für eine Nacht umgewandelt in einen magischen Ort der Kultur. Ja, und ich konnte sie wieder live erleben, so wie im letzten Jahr ( zum Nachlesen  hier klicken), nämlich als Ausstellerin meiner Musiker-Portraits „BLUES-ART“ in den Geschäftsräumen von Herrn und Frau Roll (siehe Foto, zur Großansicht bitte auf das Bild klicken) in der Fußgängerzone Alleestr. 58.  Zwanzig Portraits von Musikern und Musikerinnen hatte ich aufgehängt und dazu noch einige Kinderportraits. Und weil die Nacht lang werden würde, servierte Hausherr Klaus Roll vorab ein perfekt gewürztes hausgemachtes „Chilli Con Carne“ und Kaffee nach Bedarf in der Personalküche, später dann gab es für die Besucher süßes Popcorn, frisch und heiß aus der Maschine und kistenweise eisgekühlten Prosecco ohne Limit.

Von Beginn an bevölkerten Menschen jeglicher Coleur in stetem Strom und in bester Stimmung den Laden, sogar ein schwarzer Hund kam in Begleitung seines Herrchens und trottete  durchaus interessiert, so schien es mir jedenfalls, an den Bildern vorbei. „Sagen Sie mal, könnten Sie auch ein Portrait von Elvis Presley anfertigen?“ fragte ein Herr mit Zylinder und Rucksack, und eine resolute, weisshaarige  Dame erwog, ein altes Foto ihres Vaters rauszusuchen, dass sie sich gern als gemaltes Portrait an die Wand hängen möchte. Ein kleines Mädchen wollte wissen, ob ich sie eventuell als Prinzessin zeichnen könnte, am liebsten mit einem Einhorn daneben, und niemand konnte hören oder sehen, wie der Berg, der tagelang vor mir gestanden hatte, sich leise bröselnd verabschiedete, sich erst in Staub und dann in Luft auflöste. Wir haben dann irgendwann mit Rosato Frizzante angestoßen, auf die Bilder, den erfolgreichen Abend, die tolle Zusammenarbeit und die letzte Dreiviertelstunde, ich durfte noch den Rest meiner mitgebrachten Postkarten in die Welt ausgeben und signieren. Ja, und von Susanne, die ich ungefähr 3 Jahre nicht gesehen hatte, gab es eine Einladung zum Folkfest und dazu dann gleich noch mal Prosecco und die späte Einsicht: warum mache ich mich vorher eigentlich immer so verrückt?