Die zebrechlichen Netze der Lampionblumen werfen fragile Schatten

Die leuchtend orangeroten Lampionblumen in unserem Garten sind nicht nur zur Blütezeit wunderschön ( hier nachzulesen ), sondern auch, wenn sie sich auf den langsam fortschreitenden Herbst einstellen.
Als würden sie sich den ringsum fallenden Blättern anpassen, werden sie mit der Zeit blasser, matter und verwandeln ihre leuchtende Farbe in ein stumpfes lichtes Braun.
Man kann fast täglich dabei zuschauen, wie die kleinen Ballonhüllen in der kühlen Spätherbstluft allmählich trockener werden, anfangen zu knistern und sich nach und nach auflösen.
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Immer wieder inspirierend ist das leuchtend bunte Farbspektakel des Herbstes

Indischrot, Ocker, dunkles Olivgrün, Vandyckbraun…gibt es in diesen Tagen etwas Inspirierendes in der Natur als das leuchtende Farbspektakel der Blätter?
Da sammele ich doch gleich mal eine kleine Auswahl Laubwerk in mein Weidenkörbchen und füge noch ein paar Bucheckern, Eicheln und rote Vogelbeeren hinzu.
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Der M. sitzt mit einer Bierflasche auf der Treppe unter dem Kastanienbaum, Cowboyhut in der Abendsonne über die Augen gezogen, die bloßen Arme in einem Sweatshirt mit abgeschnittenen Ärmeln über den Knien gekreuzt. Auf seinem Hut in Höhe meiner Augen sehe ich neben einer Reihe Silberdollars einen Pin mit „Think Green“-Schriftzug blinken.

„Du hast heute ein Päckchen für mich angenommen?“ frage ich und schaue zu der L. hinüber, die in kurzen Hosen am Grill steht und irgendetwas brät. Eine dunkle Rauchwolke steigt auf.

„Ja, Moment,“ ruft sie und nickt mir zu, „ich hole es gleich.“   Und während sie mit klappernden Sandalen ins Haus läuft, den Pekinesen im Schlepptau, sehe ich zu, wie der M. an einem Schweinerippchen mit Barbecuesauce nagt, den kleinen Finger seitlich abgespreizt.  Was für ein manierlicher Typ.

„Und?“ fragt er.  In diesem Moment fällt mit einem „Plopp“ eine reife Kastanie auf seine Schulter und ihm das Schweinerippchen aus der Hand.

„Alles klar,“ sage ich.