Blues-Musik


Ticket Bruce Springsteen

Ticket Bruce Springsteen

„This is a perfect night to play“!
Das ruft uns Bruce Springsteen von der riesigen Bühne aus zu, die  im Licht der schrägstehenden Sonne aufleuchtet und wir sind sicher, dass sie kaum perfekter sein kann, diese heisse Donnerstag-Nacht und das hat ebenso mit der Wucht der großartigen Songs zu tun, die wir nun non-stop zu hören bekommen, wie auch mit den schwülen Temperaturen, dem Postkarten-Sonnenuntergang und letztendlich dem klaren Regenbogen, der sich über das Stadion wölbt.
Oh ja, Live rockt Bruce Springsteen am besten.
Da kommt keine CD oder DVD im Wohnzimmer mit, so laut man sie auch stellen mag, das wird mir wieder mal klar, als Bruce mit den ersten Tönen von „Badlands“ und gleich anschliessend übergangslos mit Krachern wie „Lucky Day“ und „Hungry Heart“ uns Zuschauer von null auf hundert bringt und uns mitreisst durch drei Stunden ununterbrochen massiven Sound. (mehr …)

Tad Robinson kann eine ganze Menge: nicht nur großartig den zeitgenössischen Soul-Blues singen und klasse Mundharmonika spielen, nein, er kann selbige auch zwischendurch mal so nebenbei, quasi aus dem Handgelenk, in die Luft werfen und wieder auffangen. Und das ohne hinzusehen. So scheint es mir jedenfalls. Neben ihm, der in einen legeren nussbraunen Business-Anzug mit passenden Schuhen und frischgebügeltem Hemd gekleidet ist, steht seine All-Star Band, nämlich Alex Schultz (g), Steve Gomez (b) Robb Stupka (dr) und Kevin Anker (k) auf der Bühne. Nein, der Herr Robinson ist wahrlich nicht besonders groß von Gestalt, er schaut auch nicht besonders kräftig aus, aber seine begnadete Stimme ist voll Volumen, druckvoll und warm und  in den höheren Tonlagen glasklar.  (mehr …)
„Good evening, Ladies and Gentlemen, my name is Mitch Ryder, I‘ m from Detroit and this is the Engerling Band!“

Ein bisschen wie mein alter Freund Van „The Man“ Morrisson sieht der Herr Ryder aus, als er gelassen auf die Bühne tritt:  kompakte Figur, Ray-Ban Sonnenbrille, schwarzer Hut und dunkelgraues Sakko. Dazu sparsame, ein wenig schrullige Bewegungen. Und im Tourgepäck die brandneue blues-getränkte CD: „Deserve my Art“, herausgegeben vom Buschfunk, denn an diesem Abend werden nicht nur die allseits geschätzten, betagten Selbstläufer-Titel präsentiert, sondern auch einige der neueren und neuesten Produktionen. Insgesamt eine Setlist wie aus einem Guss. (mehr …)

Memo Gonzalez

Memo Gonzalez

Nein, man soll wirklich nicht meinen, dass, wenn jemand Jeans in der Grösse XXXL trägt, dass dieser Jemand unbeweglich, träge, bequem und mit einer Schlaftablette zu verwechseln wäre. Oh nein, dieses Vorurteil muss ich bei Memo Gonzalez sofort revidieren und zwar völlig.

Denn was dieses wahrlich imposante Blues-Schwergewicht aus Texas, dort auf der Bühne in der Manege Ratingen abliefert, ist ganz große Klasse. Nach spätestens einer Minute steht niemand mehr still und bis zum Ende des Konzertes, bei dem erst nach Mitternacht die Instrumente weg gestellt werden, hat die Band  das ca. 220-köpfige begeisterte Auditorium mit ihrem Mix aus Blues, Boogie und eleganten Jumps auf ihrer Seite. Ja, das ist unüberseh- und unüberhörbar, bei diesem schwitzenden Chicago-Tex-Mex Blues steppt der Bär, und das erst recht, wenn Memo Gonzalez seinen riesigen Körper im Rock` n`Roll Rhythmus über die Bühnenbretter schiebt, mit dem Mikrofonständer twistet und dazu seine Hüften bei „Shake it, shake it Baby“ im Takt schwingt. (mehr …)

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