Blues-Musik


Eammon Mc Cormack - Kindred Spirits

Eammon Mc Cormack - Kindred Spirits

Hui. Das ist dann doch wesentlich rockiger als ich dachte. Ich dachte: okay, ich höre ja nicht immer nur Blues, ich mag ja auch heftige Gitarren, liebe den Rock, in den Neunzigern hörte ich sogar Grunge, ich mag Johnny Winter und ich verehre schon immer Rory Gallagher, den Iren.
Und nun, ebenfalls aus Irland stammend, stehen hier jetzt Eammon Mc Cormack und dazu die deutsche Rhythmusfraktion Marc-Inti Männel am Bass, sowie Tobias Baum an den Drums auf der Bühne des Saal Birgit in Viersen und bieten uns das volle Brett.
Eammon, so lese ich im Vorfeld, tourte zu Beginn der Neunziger mit Koryphäen wie Rory Gallagher, Johnny Winter, Jan Ackerman und Nils Lofgren. 2002 begleitete er  Walter Trout und  Popa Chubby auf deren Tourneen und war Support für ZZ TOP.
Und wer einen Gig, so wie der Herr Mc Cormack, gleich zu Beginn u.a. mit dem mitreißenden B.B. King-Titel „Rock Me Baby“ startet, und dabei lässig durch das Publikum spaziert, hat selbiges mit Sicherheit schon ohne Weiteres auf seiner Seite. (mehr …)

Memo Gonzalez - Louisiana Loving Man

Memo Gonzalez - Louisiana Loving Man

Oh ja, die sind aber gut gelaunt! Mit einem lauten „Uuuuuuh“ startet Memo Gonzalez krachend in den ersten Song und zeigt, dass er erneut gewillt ist, die randvoll gefüllte Manege in Ratingen zu rocken. Long Live Blues, Shake and Boogie!! Tex Mex! Rockin`Blues!

Yeah, alles passt, alles ist perfekt. Memo und seine Bluescasters kommen mit ihrer schweißtreibenden Mischung aus Blues, Swing und Rock’n’Roll wie ein Gewitter angedampft, sie sind witzig, überraschend, grimmig, bombastisch und haben wie gehabt auch an diesem Abend wieder absolut unnachahmlichen Unterhaltungswert.

Ganz klar, die „300 Pounds of Texas Dynamite“ von Memo Gonzalez – harp/vocals, die beiden Deutschen Kai Strauss – guitar/vocals und Andreas Bergmeister – drums, sowie der Türke Erkan Özedemir – bass, zündeln mit ihrer begeisternden Ausstrahlung und Performance ins Publikum, und damit haben sie innerhalb weniger Minuten das selbige in der Tasche.  Keine Frage.  (mehr …)

Liebe Lena,

es ist Sonntag Abend und  dunkel im HG,  draußen schläft die Stadt unter einer dicken Schneedecke. Ich höre dir zu.  Du spielst den „Sorella Blues“ für mich, nicht nur einmal, nein, sondern jetzt zum dritten oder vierten Mal.   –  Und darum sage ich jetzt meinen BLOG-Lesern, dass ich es gern hätte, wenn dann alle einmal deinen Clip anschauen würden, und zwar jetzt gleich. Denn du hast da diesen wunderbaren Song, und du trägst ihn wirklich außergewöhnlich vor, so gut gelaunt und energetisch, dabei so locker und cool,  als würdest du das schon länger machen, als du alt sein kannst: ungezwungen, gefühlvoll, lässig. Einfach so.

Damit komme ich dann wieder mal  zu der Erkenntnis, dass es ja doch den meisten irgendwie ab und zu mal so oder so ähnlich geht, every once in a while,  nämlich dass Musik immer wieder Verbindungen schaffen kann und wenn`s nur für einen Blick lang ist, oder für einen Song, oder ein Konzert, oder für einen Abend, egal.

Ich bin glücklich, dich zu kennen…

Deine Rosie

Gregor Hilden und Friends

Gregor Hilden und Friends – Proud Pinto

Oh nein, wir lassen uns nicht täuschen von diesen fünf charmant aussehenden Herren in feschen Oberhemden und lässigen Jacken, die da so ganz ohne Aufhebens die Bühne betreten.
Denn wir wissen, sie haben es  faustdick hinter den Ohren.
Ohja, in der Tat, sie überraschen unsere ebendiese Organe mit einer groovenden, funkigen, jazzigen, Saxophonlastigen Show, wie man sie eben so nur von dieser Band hören kann.
Gregor Hilden, Thomas Hufschmidt am Piano, Sascha Oeing am Bass und Jochen Welle an den Drums und als Gast der gut aussehende Maxim Begum am Tenor Sax…so heißen die Musiker, die uns z.B. mit „Way back Home“ von Larry Carlton ein hochwertiges, variantenreiches Repertoire liefern. (mehr …)

Devon Allman & Honeytribe

Devon Allman & Honeytribe

Weil ich mich nicht setzen will auf Konzerten (also wirklich, da weigere ich mich immer noch),  stelle ich mich, wie immer, vor die Bühne. Zweite Reihe diesmal, die erste Reihe ist nämlich schon besetzt, vor mir steht eine Dunkelhaarige im Häkelpullover, daneben ein besorgter Erziehungsberechtigter, der seinem ca. Neunjährigen den Cowboyhut zurechtrückt, ein Trupp fachsimpelnder Grauhaariger in Rockshirts, erwartungsvolle Teenies und einige unverwüstliche Bekannte, die ich immer wieder gerne auf entsprechenden Konzerten antreffe.  Oh ja, der Laustärkepegel ist hoch, als die vier Jungs (einer fehlt) der „Devon Allman & Honeytribe“ auf die Bühne springen und sogleich bollernd mit „Mahalo“ loslegen, so, als hätten sie das Wort „jetlag“ ( sie sind ganz frisch über den großen Teich gekommen) noch nie gehört.  (mehr …)

Julian Sas in Viersen

Julian Sas in Viersen

Oh ja, die Hütte brennt! Aber zunächst einmal: ja, es ist alles wahr, was jemals über die sagenhaften Live-Qualitäten von Julian Sas, Tenny Tahamata und Rob Heijne geschrieben wurde. Der fast schon hagere Rob mit seinen muskulösen Armen lächelt während der Schwerstarbeit an den Drums zumeist derart herzlich, dass man schon vom Hingucken gute Laune bekommt. Auch Julian freut sich zusammen mit Tenny ununterbrochen über den schönen Abend. Ja, Grund zur Freude haben die drei reichlich, schon der tosende Auftrittsapplaus der knapp 200 Zuschauer im Saal Birgit in Viersen ist ein klares akustisches Signal der grenzenlosen Begeisterung –  hier wird Musik geliebt, es wird gerockt und jawohl, gleich auch mitgesungen. Das hat etwas vehement Mitreißendes, und natürlich hopse ich ( und nicht nur ich ) schon gleich zum ersten Song Front of Stage. Denn was hier passiert, ist einfach grandios, und es passiert wie eine große Welle, die zwar erwartet ist – denn wer Julian Sas kennt, wartet quasi darauf, dass ihn diese Welle wie aus dem Nichts heraus überrollt und mitnimmt. (mehr …)

Deborah Coleman & Band

Deborah Coleman & Band

Das kann nur gut werden, das muss es, denn immerhin hab ich ja schon seit einigen Tagen die Live-CD von Deborah Coleman „Soul Be It“ in meinem Player liegen. –  Ich schau mich um, mittlerweile ist es ziemlich voll in der Halle, sogar unerwartet voll, aber nicht unangenehm drängelig, und in der chilligen Lounge sitzt nun auch fast niemand mehr. Um zwanzig vor zehn wird es dann endlich dunkel auf der Bühne, ein bisschen blaues Licht nur, und die Herren Innis und Palatin und der Andere, dessen Namen ich nicht weiß, treten nach vorn, nehmen jeder sein Instrument in die Hand, bzw. nehmen hinter ihm Platz, ein kurzes sattes Intro, ein kleines musikalisches Geplänkel, ein Hey! ins erwartungsvolle Publikum und dann kommt Deborah Coleman. Deborah.. D.E.B.B.I.E.! (mehr …)

Tineke Schoemakers

Tineke Schoemakers

Nein, ich habe wirklich noch nicht so oft gesehen, dass ein Musiker auf der Bühne begeistert seine Gitarre küsst. Guus Laporte macht das – er küsst seine Fender nach dem großartigen Song „Sally go round the Roses“ und dann noch einmal nach „Tell me more“ und später dann noch einmal.  –  Aber eigentlich müsste die Vorstellung der bereits 1974 gegründeten  Band „Barrelhouse“ mit der charismatischen Tineke Shoemaker (Gesang) beginnen, oder mit Janwillem Sligting ( Fenderbass, Harp, Kontrabass, Akkordeon), oder mit Johnny Laporte an der Gibson oder mit Han van Dam am Piano oder vielleicht doch mit Bob Dros an den Drums, denn was jeder einzelne dieser sechs Holländer aus Alkmaar und Amsterdam an diesem Abend präsentiert, ist von aller erster Güte und das Gehör nachhaltig bereichernd.   (mehr …)

Julian Sas

Julian Sas

Der Sommer verweht seine letzten warmen Lüftchen und knappe Tops, tätowierte Waden und Treckingsandalen schmücken das Festivalgelände im Openluchttheater De Doolhof, während des Bluesrock Festivals in Tegelen.  –  Eine außergewöhnlich schöne Location ist das, ein bisschen wie ein überdachtes Amphitheater, auf dessen roten Schalensitzen man es sich bequem machen kann, dazu gibt es allenthalben eine entspannte Atmosphäre, glücklich lächelnde Leute, die auf dem Gelände zwischen den diversen Ständen bummeln und Sate Spiesse essen oder mit einem Bier in der Hand auf der Treppe in der Sonne sitzen….ja, was will man eigentlich mehr an einem lauen Septembertag? (mehr …)

Gregor Hilden

Gregor Hilden

Der historische Marktplatz war voll, gestern Abend, so richtig rappelvoll, und die Stimmung war bereits super, schon bevor einer der herausragenden deutschen Jazz-und Bluesgitarristen, nämlich Gregor Hilden  mit seiner Band, unterstützt von der großartigen Sängerin Harriett Lewis auf die Bühne kamen.
„Are we ready?“ fragte dann Harriett Lewis ihre Kollegen, und „Are You ready?“ rief sie in die Zuschauermenge, als sie um viertel nach neun voller Power und Elan auf die Bühne sprang, bereit, gemeinschaftlich und gutgelaunt mit Blues, Soul und groovigem Jazz den Konjunktiv nieder zu prügeln.
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