Konzerttagebuch


Gregor Hilden und Friends

Gregor Hilden und Friends – Proud Pinto

Oh nein, wir lassen uns nicht täuschen von diesen fünf charmant aussehenden Herren in feschen Oberhemden und lässigen Jacken, die da so ganz ohne Aufhebens die Bühne betreten.
Denn wir wissen, sie haben es  faustdick hinter den Ohren.
Ohja, in der Tat, sie überraschen unsere ebendiese Organe mit einer groovenden, funkigen, jazzigen, Saxophonlastigen Show, wie man sie eben so nur von dieser Band hören kann.
Gregor Hilden, Thomas Hufschmidt am Piano, Sascha Oeing am Bass und Jochen Welle an den Drums und als Gast der gut aussehende Maxim Begum am Tenor Sax…so heißen die Musiker, die uns z.B. mit „Way back Home“ von Larry Carlton ein hochwertiges, variantenreiches Repertoire liefern. (mehr …)

Devon Allman & Honeytribe

Devon Allman & Honeytribe

Weil ich mich nicht setzen will auf Konzerten (also wirklich, da weigere ich mich immer noch),  stelle ich mich, wie immer, vor die Bühne. Zweite Reihe diesmal, die erste Reihe ist nämlich schon besetzt, vor mir steht eine Dunkelhaarige im Häkelpullover, daneben ein besorgter Erziehungsberechtigter, der seinem ca. Neunjährigen den Cowboyhut zurechtrückt, ein Trupp fachsimpelnder Grauhaariger in Rockshirts, erwartungsvolle Teenies und einige unverwüstliche Bekannte, die ich immer wieder gerne auf entsprechenden Konzerten antreffe.  Oh ja, der Laustärkepegel ist hoch, als die vier Jungs (einer fehlt) der „Devon Allman & Honeytribe“ auf die Bühne springen und sogleich bollernd mit „Mahalo“ loslegen, so, als hätten sie das Wort „jetlag“ ( sie sind ganz frisch über den großen Teich gekommen) noch nie gehört.  (mehr …)

Julian Sas in Viersen

Julian Sas in Viersen

Oh ja, die Hütte brennt! Aber zunächst einmal: ja, es ist alles wahr, was jemals über die sagenhaften Live-Qualitäten von Julian Sas, Tenny Tahamata und Rob Heijne geschrieben wurde. Der fast schon hagere Rob mit seinen muskulösen Armen lächelt während der Schwerstarbeit an den Drums zumeist derart herzlich, dass man schon vom Hingucken gute Laune bekommt. Auch Julian freut sich zusammen mit Tenny ununterbrochen über den schönen Abend. Ja, Grund zur Freude haben die drei reichlich, schon der tosende Auftrittsapplaus der knapp 200 Zuschauer im Saal Birgit in Viersen ist ein klares akustisches Signal der grenzenlosen Begeisterung –  hier wird Musik geliebt, es wird gerockt und jawohl, gleich auch mitgesungen. Das hat etwas vehement Mitreißendes, und natürlich hopse ich ( und nicht nur ich ) schon gleich zum ersten Song Front of Stage. Denn was hier passiert, ist einfach grandios, und es passiert wie eine große Welle, die zwar erwartet ist – denn wer Julian Sas kennt, wartet quasi darauf, dass ihn diese Welle wie aus dem Nichts heraus überrollt und mitnimmt. (mehr …)

Deborah Coleman & Band

Deborah Coleman & Band

Das kann nur gut werden, das muss es, denn immerhin hab ich ja schon seit einigen Tagen die Live-CD von Deborah Coleman „Soul Be It“ in meinem Player liegen. –  Ich schau mich um, mittlerweile ist es ziemlich voll in der Halle, sogar unerwartet voll, aber nicht unangenehm drängelig, und in der chilligen Lounge sitzt nun auch fast niemand mehr. Um zwanzig vor zehn wird es dann endlich dunkel auf der Bühne, ein bisschen blaues Licht nur, und die Herren Innis und Palatin und der Andere, dessen Namen ich nicht weiß, treten nach vorn, nehmen jeder sein Instrument in die Hand, bzw. nehmen hinter ihm Platz, ein kurzes sattes Intro, ein kleines musikalisches Geplänkel, ein Hey! ins erwartungsvolle Publikum und dann kommt Deborah Coleman. Deborah.. D.E.B.B.I.E.! (mehr …)

Tineke Schoemakers

Tineke Schoemakers

Nein, ich habe wirklich noch nicht so oft gesehen, dass ein Musiker auf der Bühne begeistert seine Gitarre küsst. Guus Laporte macht das – er küsst seine Fender nach dem großartigen Song „Sally go round the Roses“ und dann noch einmal nach „Tell me more“ und später dann noch einmal.  –  Aber eigentlich müsste die Vorstellung der bereits 1974 gegründeten  Band „Barrelhouse“ mit der charismatischen Tineke Shoemaker (Gesang) beginnen, oder mit Janwillem Sligting ( Fenderbass, Harp, Kontrabass, Akkordeon), oder mit Johnny Laporte an der Gibson oder mit Han van Dam am Piano oder vielleicht doch mit Bob Dros an den Drums, denn was jeder einzelne dieser sechs Holländer aus Alkmaar und Amsterdam an diesem Abend präsentiert, ist von aller erster Güte und das Gehör nachhaltig bereichernd.   (mehr …)

Julian Sas

Julian Sas

Der Sommer verweht seine letzten warmen Lüftchen und knappe Tops, tätowierte Waden und Treckingsandalen schmücken das Festivalgelände im Openluchttheater De Doolhof, während des Bluesrock Festivals in Tegelen.  –  Eine außergewöhnlich schöne Location ist das, ein bisschen wie ein überdachtes Amphitheater, auf dessen roten Schalensitzen man es sich bequem machen kann, dazu gibt es allenthalben eine entspannte Atmosphäre, glücklich lächelnde Leute, die auf dem Gelände zwischen den diversen Ständen bummeln und Sate Spiesse essen oder mit einem Bier in der Hand auf der Treppe in der Sonne sitzen….ja, was will man eigentlich mehr an einem lauen Septembertag? (mehr …)

Gregor Hilden

Gregor Hilden

Der historische Marktplatz war voll, gestern Abend, so richtig rappelvoll, und die Stimmung war bereits super, schon bevor einer der herausragenden deutschen Jazz-und Bluesgitarristen, nämlich Gregor Hilden  mit seiner Band, unterstützt von der großartigen Sängerin Harriett Lewis auf die Bühne kamen.
„Are we ready?“ fragte dann Harriett Lewis ihre Kollegen, und „Are You ready?“ rief sie in die Zuschauermenge, als sie um viertel nach neun voller Power und Elan auf die Bühne sprang, bereit, gemeinschaftlich und gutgelaunt mit Blues, Soul und groovigem Jazz den Konjunktiv nieder zu prügeln.
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Ticket Bruce Springsteen

Ticket Bruce Springsteen

„This is a perfect night to play“!
Das ruft uns Bruce Springsteen von der riesigen Bühne aus zu, die  im Licht der schrägstehenden Sonne aufleuchtet und wir sind sicher, dass sie kaum perfekter sein kann, diese heisse Donnerstag-Nacht und das hat ebenso mit der Wucht der großartigen Songs zu tun, die wir nun non-stop zu hören bekommen, wie auch mit den schwülen Temperaturen, dem Postkarten-Sonnenuntergang und letztendlich dem klaren Regenbogen, der sich über das Stadion wölbt.
Oh ja, Live rockt Bruce Springsteen am besten.
Da kommt keine CD oder DVD im Wohnzimmer mit, so laut man sie auch stellen mag, das wird mir wieder mal klar, als Bruce mit den ersten Tönen von „Badlands“ und gleich anschliessend übergangslos mit Krachern wie „Lucky Day“ und „Hungry Heart“ uns Zuschauer von null auf hundert bringt und uns mitreisst durch drei Stunden ununterbrochen massiven Sound. (mehr …)

Tad Robinson kann eine ganze Menge: nicht nur großartig den zeitgenössischen Soul-Blues singen und klasse Mundharmonika spielen, nein, er kann selbige auch zwischendurch mal so nebenbei, quasi aus dem Handgelenk, in die Luft werfen und wieder auffangen. Und das ohne hinzusehen. So scheint es mir jedenfalls. Neben ihm, der in einen legeren nussbraunen Business-Anzug mit passenden Schuhen und frischgebügeltem Hemd gekleidet ist, steht seine All-Star Band, nämlich Alex Schultz (g), Steve Gomez (b) Robb Stupka (dr) und Kevin Anker (k) auf der Bühne. Nein, der Herr Robinson ist wahrlich nicht besonders groß von Gestalt, er schaut auch nicht besonders kräftig aus, aber seine begnadete Stimme ist voll Volumen, druckvoll und warm und  in den höheren Tonlagen glasklar.  (mehr …)
„Good evening, Ladies and Gentlemen, my name is Mitch Ryder, I‘ m from Detroit and this is the Engerling Band!“

Ein bisschen wie mein alter Freund Van „The Man“ Morrisson sieht der Herr Ryder aus, als er gelassen auf die Bühne tritt:  kompakte Figur, Ray-Ban Sonnenbrille, schwarzer Hut und dunkelgraues Sakko. Dazu sparsame, ein wenig schrullige Bewegungen. Und im Tourgepäck die brandneue blues-getränkte CD: „Deserve my Art“, herausgegeben vom Buschfunk, denn an diesem Abend werden nicht nur die allseits geschätzten, betagten Selbstläufer-Titel präsentiert, sondern auch einige der neueren und neuesten Produktionen. Insgesamt eine Setlist wie aus einem Guss. (mehr …)

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