Unterwegs auf dem Weg von Jerusalem nach Emmaus – eine ganz besondere Erzählung

Vor einigen Wochen gab es eine überraschende Einladung für unseren Kunstverein, in dem zur Zeit aus den bekannten Gründen leider alles nur auf Sparflamme läuft.
Zu unserer großen Freude hatte Frau Sarah Kannemann, Vikarin an der ev. Stadtkirche Wermelskirchen, die schöne Idee, im Rahmen der Veranstaltung „Nacht der offenen Kirchen“ den Mitgliedern des Kunstvereins die Gelegenheit zu einer ganz besonderen Ausstellung zu geben.

Ein Thema hatte sie auch schon ausgewählt, nämlich eines, das traditionell gerne zur Osterzeit betrachtet wird und das auf eine außergewöhnliche Begebenheit, die mehr als zweitausend Jahre zurückliegt, Bezug nimmt.

Dabei handelt es sich um die Emmausgeschichte aus der Bibel, die davon berichtet, dass zwei Jünger, die von Jerusalem aus auf dem Weg nach Emmaus sind, unterwegs den auferstandenen Jesus treffen, mit ihm weiterwandern und reden, ohne ihn zu erkennen.
Erst beim gemeinsamen Abendessen in einer Herberge bemerken sie, mit wem sie da zusammensitzen.

Das war für mich eine schöne Herausforderung und nachdem ich eine Zeitlang darüber nachgedacht hatte, kam mir die Idee, diese drei jungen Männer im Abendlicht auf ihrem gemeinsamen, elf Kilometer langen Weg zu zeigen, wobei Jesus eine besondere Position einnehmen sollte.
Dabei sollte für den Betrachter auf den ersten Blick zu erkennen sein, wer hier der Gottessohn ist – seinen Begleitern zugewandt, traumwandlerisch und poetisch.

Und da dies eine Schilderung ist, die auch heute noch vielen Menschen Trost, Hilfe und Unterstützung gibt, entschloss ich mich, das Ereignis darstellerisch in die heutige Zeit zu versetzen.

Bisher ist geplant, dass diese ungewöhnliche Gemeinschaftsausstellung, bei der jeder Teilnehmer jeweils ein Bild zeigen darf, am 30.04.2021 ab 19:00 in der ev. Stadtkirche Wermelskirchen präsentiert wird.
Hierfür sollen die Bilder nicht gehängt, sondern jeweils am Ende der Kirchenbänke in den Seitenschiffen platziert werden – je ein Bild in eine Bank am Bankende.
Und jetzt heißt es „Daumen drücken“, damit es auch klappt!

(Titel: Unterwegs nach „Emmaus“ – Acryl auf Leinwand 75 x 50 cm)