Für meine Weihnachtskarte 2020 suchte ich ein herzerwärmendes, altes Foto als Vorlage aus

Es gibt Weihnachtskarten, die kommen während besonderer Situationen ins Haus, andere stammen von besonderen Menschen oder wieder andere sind besonders schön.
Ich habe mehrere solcher Herzstücke in einer kleinen antiken Holzkiste gesammelt.

Da findet sich zum Beispiel eine Karte meiner chinesischen Brieffreundin, handgezeichnet im Manga-Style, eine weitere ist besonders opulent mit Glitzer in weiß und gold verziert und wieder eine andere stammt aus den 60-er Jahren, ist ganz schlicht mit einem einfachen Motiv bedruckt und stammt von meiner verstorbenen Oma aus der Ex-DDR.

An so vielen Weihnachtskarten hängen jede Menge Erinnerungen: an Orte, an Menschen, an so viele Begebenheiten, die die ganze Bandbreite von wundervoll bis peinlich abdecken.

Und da ich weiß, daß es viele Menschen gibt, die auch in der heutigen Zeit noch gerne einen persönlichen Weihnachtsgruß aus dem Briefkasten fischen, habe ich auch in diesem Jahr wieder ein individuelles Motiv für meine eigenen Karten gezeichnet.
Vielleicht liegt es an der besonderen Situation, in der wir uns alle befinden, die mich dazu brachte, die Postkarten diesmal etwas traditioneller zu gestalten.

Beim Stöbern in alten Fotoalben fand ich das seelenvolle Foto eines Geschwisterpaares, das auf Albuminpapier belichtet und auf braunen Untersatzkarton geklebt wurde.
Leider steht kein Datum darauf, aber ich denke, dass es wohl Anfang des 20.Jahrhunderts erstellt wurde.
Bei den Beiden habe ich das Gefühl, dass sie sich innig zugetan sind, in Fürsorge, Geschwisterliebe und Zärtlichkeit – ein Foto mit Herz sozusagen.

Herz und Seele beglückt auch eines der schönsten Weihnachtsgedichte, deren erste Strophe ich hinzufügte:

Zitat:
„Markt und Straßen stehn verlassen, – Still erleuchtet jedes Haus, – Sinnend geh’ ich durch die Gassen, – Alles sieht so festlich aus.“
Joseph von Eichendorff ( 1788-1857 )

(Zeichnung auf Zeichenkarton mit Füller, Tinte, Bleistift und Buntstiften)