Zeit für mich im Atelier – blätternd durch die schönsten Ausstellungshallen der Welt

In meinem Atelier steht ein Regal, in dem ich seit einiger Zeit wunderschöne Kataloge von Ausstellungen, die mich beeindruckten, sammele.
Immer wieder bin ich fasziniert von den ganz eigenen, unverwechselbaren Bildsprachen der Künstler und Künstlerinnen, die sich so eindringlich, so lebendig, so poetisch oder auch so drastisch und kompromisslos präsentieren.

Da es momentan immer noch schwierig ist, z.B. Ausstellungen oder performative Kunst zu besuchen bzw. zu erleben, liebe ich es zur Zeit umso mehr, in meiner Sammlung von inspirierenden Bildbänden zu blättern, mich immer wieder regelrecht fest zu lesen und in die Inhalte bestimmter Werke einzutauchen.

Gemütlich auf dem Sofa liegend, „schlendere“ ich dann sozusagen von der „Josef Haubrich Kunsthalle“ über die „Schirn“ nach Worpswede, bewundere fantastische Werke im „MOCA“, LA und in der „Moderna Museet“, streife durch das „Turku Art Museum“ und das „Von der Heydt“ und besuche auch jedes Mal eines meiner Lieblingsbilder im „Mauritshuis“ in Den Haag, nämlich das verzaubernde  „Mädchen mit dem Perlenohrring“.

Künstlerische Bildbände, wie für mich gemacht, sind zum Beispiel:
Rebecca Horn, experimentierfreudig, leise und humorvoll, Frida Kahlo, symbolträchtig und farbenfroh, Christian Rohlfs, ausdrucksstark und energiegeladen oder Sabine Lepsius, souverän und impressionistisch.
Ganz vorn im Regal stehen ein Band von Edward Hopper, dessen leuchtende Bilder voller Einsamkeit und Leere mich immer wieder aufs Tiefste berühren, ein Fotoband von Ansel Adams, den ich mir an einem glutheißen Sommertag im Yosemite-Nationalpark kaufte und zwei Kataloge von Max Beckmann, dessen figurenstarker Stil mich total fasziniert.

Denn wie sagte es schon Sergejewitsch Turgenjew, russischer Schriftsteller:
„Ein Bild zeigt mir auf einen Blick, wozu es Dutzende Seiten eines Buches brauchen würde zu erklären.“