Manchmal hat man Glück und das Hängen einer Ausstellung geht schneller als gedacht. Aber manchmal dauert es auch länger als gedacht.
Denn spätestens seit Loriot weiß fast jeder, dass Bilderaufhängen so mancherlei Unvorhergesehenes und Überraschendes nach sich ziehen kann.

Genau so war es diesmal in der Galerie „SPEKTRUM“, in der ich zusammen mit meiner Kunstfreundin Anja Yuva vier Stunden lang beschäftigt war.
Klar, wir kennen uns ungefähr seit 12 Jahren, wir kennen unsere Bilder, wir hatten ein gemeinsames Thema, nämlich „Rhythmus und Bewegung“, wir waren gut vorbereitet und wir hatten einen Plan.

Aber vor Ort kommt dann doch meist noch dies und das dazu: das Verteilen und Arrangieren der Bilder, damit sie in der Kombination wirken können und zueinander in Beziehung stehen, das Sortieren der Nylonseile und Bildhaken, die sich trotz aller Sorgfalt immer wieder verheddern, das Anfertigen der Schilder, die neben den Bildern angebracht werden, das Aufstellen der Tische und das Füllen des Kühlschrankes mit diversen netten Getränken und Snacks für die Gäste, etc. pp.

Und nicht zu vergessen:
Ist eigentlich die Beleuchtung in Ordnung und ist sie optimal ausgerichtet?
Denn clever gesetzte Lichtakzente beeinflussen die Farbkraft und Detailschärfe der Werke.
Hier mussten wir noch so einiges nacharbeiten.
Und wenn sich jemand zwischendurch mal hinsetzen möchte?
Genau, das kann gewünscht sein, also stellten wir noch hier und da bequeme Sitzgelegenheiten auf.
Wie ist der Gesamteindruck?
Sauber und einladend muß es auf jeden Fall sein. Keine Frage.
Also schnappte ich mir zum Schluß den großen Industrie-Saalbesen, Anja den Wischmop und wir tanzten damit einmal kreuz und einmal quer und wieder zurück durch den Raum.
Und dann…ist alles fertig!