Jeder, der mich auch nur ein klitzekleines bisschen kennt, weiß, dass ich zu denen gehöre, die sogar in der heutigen Zeit noch gerne Karten und Briefe schreiben. Ja, tatsächlich. Und darum werde ich auch in diesem Jahr wieder handschriftliche Weihnachtsgrüsse an nette Menschen verschicken. So ganz „old school“.

Denn dafür gibt es einen Haufen Gründe.
Um etwas nachzuholen zum Beispiel, um mich für ein ganz besonderes Wort oder eine Geste zu bedanken, um jemandem mit einem „Ich hab an dich gedacht“ eine Freude zu machen oder einfach aus Spaß am Schreiben.

Als Motiv habe ich in diesem Jahr meine Zeichnung der kleinen Rina ausgesucht, deren Entstehungsweise ich hier in diesem Artikel näher beschrieben habe.

Und so werde ich dann eine Weile hier am Tisch sitzen, eine ganz bestimmte Musik auf repeat hören, im Adressbuch blättern, nachdenken und schreiben, nichts anderes tun, nicht aufs Smartphone schauen, nichts tippen, sondern einen heißen Ingwertee trinken, ein paar Zimtsterne knabbern und schreiben.
Passenderweise ist es draußen dunkel und kalt, vor dem Fenster schweben dicke Schneeflocken, und obwohl es so aussieht, als hätte sich die Finsternis überall festgesetzt, ist es eigentlich erst kurz nach fünf, und hier ist nicht Qaqortoq, sondern mein Wohnzimmer.
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