Luisezeigtbild„Auch diesmal bin ich auf die Gegenüberstellung gestern und heute schon wieder sehr gespannt.“
So schrieb eine Leserin meines Blogs, als sie  das niedliche Kinderportrait von L.  ( siehe mein vorheriger Artikel) betrachtet hatte.
Dort hatte ich nämlich L. im Rahmen meines Projektes „Jünger und älter“ so gezeichnet, wie sie Anfang der fünziger Jahre des letzten Jahrhunderts ausgesehen hat.

Was meint ihr, liebe LeserInnen, hättet ihr in der attraktiven, symphatischen Frau, die auf dem Foto zu sehen ist, die kleine L. wiedererkannt?
Nun, natürlich hat sie sich im Laufe der Zeit verändert.  Zum Beispiel sind ihre langen Zöpfe einer modisch gepflegten Kurzhaarfrisur gewichen.

Aber sie hat sich doch nicht soviel verändert, dass man sie nicht mehr erkennen würde. Das warmherzige, gewinnende Lächeln, dass sie schon als kleines Mädchen „mit der Kiepe“ hatte, ist ihr immer noch zu eigen.
Ich bin sehr glücklich darüber, dass mir Frau L. erlaubte, dieses Foto, das sie im Juni 2016 zusammen mit der Zeichnung, die sie Anfang der 50er Jahre zeigt, hier zu posten.

Und was macht Frau L. heute?

Aus der kleinen L. wurde zuerst eine Sekretärin – sie wäre ja gerne Lehrerin geworden, aber bei neun Kindern reichte das Geld nicht für eine solche Ausbildung – , danach glückliche Hausfrau und Mutter und schließlich für viele Jahre professionelle Strickerin, bis sie vor einigen Jahren in Rente ging.
Jetzt ist ihr Tag voll ausgefüllt mit Haus und vor allem Garten ( großer biologischer Gemüse- und Obstgarten ) und die Wochenenden gehören abwechselnd den Enkeln und den geliebten Bergen.

Denn wie heißt es doch so inspirierend: „Blicke in die schöne Natur und beruhige dein Gemüt über das Müssende.“ (Ludwig van Beethoven 1770 – 1827)