bettinazeigtbildhalb„Wie wäre es,“ so fragte ich Bettina, als ich ihr das gezeichnete Kinderportrait überreichte, das sie so zeigt, wie sie im Jahre 1966 ausgesehen hat ( siehe mein vorheriger Artikel), „sag mal, hättest du vielleicht Lust, bei meinem neuen Projekt „Jünger und älter“ dabei zu sein?“
„Klar, mache ich das,“ sagte Bettina und stellte sich sogleich lachend vor die geflieste Hauswand.

Wie man sieht, hat sie sich im Laufe der Zeit natürlich verändert. Aber ihr unnachahmliches, ansteckendes Lachen ist geblieben. An diesem Lachen, so denke ich, würde man sie immer wieder erkennen. Da bin ich mir sicher.
Bettina erlaubte mir auf meine Nachfrage hin, dieses Foto, das sie im März 2015 zusammen mit der Zeichnung, die sie im Winter 1966 zeigt, hier zu posten.
Wenn ich nun richtig gerechnet habe, bestehen so ungefähr 49 Jahre Unterschied zwischen Zeichnung und Foto.
Bettina arbeitet nicht mehr als Schneiderin, sondern in einem großen Elektronikmarkt. Kümmerte sie sich damals liebevoll um ihren Wellensittich Hansi, so sind heute Mann und Sohn Gegenstand ihrer Fürsorge. Statt gehäkelter Angoramützen trägt sie jetzt lieber einen Integralhelm. Denn in ihrer Garage steht ein cooles Bike.
Natürlich ist sie damit oft unterwegs, denn wie heißt es doch so schön?
„Four wheels move the body. Two wheels move the soul.“