BettinahalbDas Foto, das als Vorlage für diese Zeichnung diente, stammt aus dem Jahr 1966. Da war Bettina drei Jahre alt. Ihr Vater war ein begeisterter Hobbyfotograf und ständig mit der Kamera unterwegs.  Da ist es ganz klar, dass seine niedliche kleine Tochter zu seinen liebsten Fotomotiven gehörte. Und weil Bettina ein stets freundliches und gut gelauntes Kind mit einem sonnigen Gemüt war, findet man in ihren Fotoalben durchweg Bilder, auf denen sie ein strahlendes Lachen zeigt.
So auch hier. In bester Laune begleitet sie ihre Eltern auf einem winterlichen Sonntagsspaziergang. Die Kälte scheint ihr gar nicht auszumachen. Denn sie trägt zu einem hübschen roten Mäntelchen, so wie es in den frühen 60ern modern war, eine gehäkelte weiße Angoramütze mit dicker Bommel und ein passendes weißes Pelzkrägelchen.

„Am liebsten mochte ich immer Teddybären und Tiere,“ erzählt Bettina. „Als meine Eltern einmal einen blauen Wellensittich kauften, war ich ganz aus dem Häuschen vor Freude. Ich nannte ihn Hansi. Er war sehr lustig und zutraulich. Meine Mutter erlaubte mir, die kleinen Porzellanschälchen mit Körnern und Wasser zu füllen und außerdem durfte ich beim Saubermachen des Käfigs helfen. Das alles machte mir so viel Spaß, dass ich beschloss, Tierpflegerin zu werden. Und das am liebsten in dem großen Zoo unserer Stadt.“

Da Bettina auch Teddybären sehr mochte, habe ich mir überlegt, im Hintergrund des Bildes einen bereits etwas „abgeliebten“ Bären zu zeichnen, der freundlich um die Ecke schaut.
Oben rechts kann man den Teil eines Kinderliedes lesen, nämlich: „Kam ein kleiner Teddybär – aus dem Spielzeuglande her – und sein Fell ist wuschelweich- alle Kinder rufen gleich: du bist unser Brummibär…“,

Und, mag man sich vielleicht fragen, was ist dann später aus Bettina geworden? Hat sie einen Beruf gewählt, der mit Tieren zu tun hat? Tierpflegerin, Tierarzthelferin oder Zoologin? Ornithologin oder Tierheilpraktikerin? Tierforscherin?
Aber nein. Bettina ist später Schneiderin geworden..
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Das obige Portrait von Bettina habe ich von Hand gezeichnet. Vorlage war ein altes Farbfoto aus dem Jahre 1966. Ich habe für die Zeichnung einen alten MontBlanc-Füller, schwarze MontBlanc-Tinte, Faber-Farbstifte und einen weißen PITT-Pastellstift benutzt. Das Portrait ist ca. 20 x 20 cm groß. Wer mag, der kann zur Großansicht bitte auf das Bild klicken.