kulturnachtheftDie „Nacht der Kultur“ in meiner Nachbarstadt Remscheid und die „Jahresausstellung“ unseres Kunstvereins finden immer gleichzeitig statt. Sozusagen.
Denn die „Nacht der Kultur“ dauert, wie der Name schon assoziiert, nur eine Nacht – aber die hat es in sich.
Denn sie kann, und dies sage ich jetzt aus Erfahrung, sehr lang und sehr ereignisreich sein. Oh ja.
Bereits in den letzten vier Jahren hatte ich die große Freude, an der „Nacht der Kultur“ einen Anteil haben zu dürfen. Natürlich nur einen ganz kleinen. Aber immerhin.
Und auch dieses Mal wurde ich von der „Kulturstadt Remscheid e.V.“ eingeladen, wieder dabei zu sein, nämlich als Ausstellerin meiner Bilder „Blues und Jazz“.
In den Geschäftsräumen des Herrn Jannasch in der Fußgängerzone, Alleestr. 60 fand die Veranstaltung „Jazz Is Not Dead – It Just Smells Funny“ incl. Jazzband statt. Dazu passten meine Zeichnungen natürlich perfekt.

Von Beginn an bevölkerten Menschen jeglicher Coleur in stetem Strom und in bester Stimmung den Laden. Sogar ein zottiger, in ein kariertes Regencape gekleideter Hund kam in Begleitung seines ebenfalls Regencape tragendes Frauchens und trottete durchaus interessiert, so schien es mir jedenfalls, an den Bildern vorbei.

kulturnachtbeineJa, das war wieder eine Nacht für richtige Nachtschwärmer! Und das trotz des allgegenwärtigen Bergischen Nieselregens, den man lieben kann, aber nicht muss. Fast überall war die Dunkelheit strahlend hell erleuchtet und das nicht nur vom blitzenden Feuer- und Lichtspektakel mit Fackelumzug nebenan. Den Menschenmengen nach zu urteilen schien es mir, dass diese spannende Entdeckungsreise durch die „Nacht der Kultur“ doch auch so manchen Faulpelz vom heimischen Fernseher weggelockt hat. Na also.
Und das ist auch kein Wunder. Überall in der Stadt wurde eine Menge geboten: Kunst, Musik, Theater, Tanz, Lyric, Design, kulturnachtevaFilm, Kabarett, Akrobatik, Lesungen und auch Geschichtliches. 86 (in Worten: sechsundachtzig) Stätten öffneten ihre Pforten für Besucher.
Und zwar waren nicht nur die klassischen Kultureinrichtungen dabei, nein, auch Läden, Büros, Keller, Fabriken, Säle, Kirchen, Villen und sogar Gewächshäuser wurden für eine Nacht umgewandelt in einen magischen Ort der Kultur.
Und wie ich hörte, war für so manch einen Zeitgenossen die Nacht erst am nächsten Morgen vorbei – auf der Suche nach einem Frühstück. Und zwar mit viel Kaffee und einer Aspirin.