Eine Zeichnung kann viele Dinge zum Ausdruck bringen: mit wenigen Linien kann sie eine Art visuelle Kurzschrift in einem Skizzenbuch sein oder sie kann helfen, ein Gemälde vorzubereiten.  Aber sie kann auch ein autonomes Kunstwerk sein,  das mit der gleichen Sorgfalt durchdacht und komponiert werden sollte wie zum Beispiel ein Ölgemälde oder ein farbiges Bild.  Manchmal wirkt eine Bleistiftzeichnung,  die genau beobachtete Details,  sowie verschiedene Texturen und differenzierte Tonwertabstufungen aufweist, fast wie eine ganz spezielle,  außergewöhnliche Fotografie.

Das Portrait von Helen war für mich eine besondere und spannende Herausforderung ( zur Großansicht bitte auf die Bilder klicken ).  Helen ist nämlich selbst Künstlerin und malt wunderbar ausdrucksvolle, zumeist kleinformatige Bilder in farbiger Expressivität, wobei immer der realistische Ansatz zu sehen ist.  Ich mag ihre Arbeiten sehr, die oft Obst, Gemüse, frische oder zubereitete Lebensmittel zeigen. Kleine, zumeist unbeachtete Dinge, wie z.B. ein Brötchen, eine halbe Zitrone oder ein Teebeutel bekommen bei ihr eine Präsenz und Ausdruckskraft, dass ich immer wieder staune.

Helen hat dafür eine ganz spezielle Malweise entwickelt, nämlich die „Malerei auf Pizzakarton“. Und das schreibe ich hier jetzt nicht einfach so, denn jedes ihrer Bilder ist tatsächlich auf einem Karton gemalt, auf dem üblicherweise Pizzen transportiert werden. Bestellt man ein  etwas bei ihr, bekommt man einen echten Pizzakarton geliefert….

Wer jetzt neugierig geworden ist, der kann dann mal hier klicken: http://www.malereiaufpizzakarton.de/