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–  Ein spannendes „Flugobjekt I“  von Fritz Haase kann man in der unteren Reihe ganz rechts  anschauen. ( Dazu bitte zur Komplettansicht meiner „Kunstsammlung“ in Teil 1 herunterscrollen) . Wir alle kennen den Mythos von Daedalus und Ikarus, der mit seinen Flügeln der Sonne zu nahe kam und den Traum mit dem Leben bezahlen musste.  Ikarus scheiterte, doch die Vision vom Fliegen überdauerte.  Als ich vor einigen Jahren einmal das Hubschraubermuseum in Bückeburg besuchte, staunte ich über die phantastischen Zeichnungen aus dem 19. Jahrhundert,  auf denen beeindruckende Entwürfe muskelkraftgetriebener Hubschrauber zu sehen waren.  Ob diese signierte und nummerierte Radierung aus dem Jahr 1964 tatsächlich als eine künstlerische Kunstruktionszeichnung anzusehen oder eine eher freie Interpretation eines fliegenden Traumes ist, mag dahingestellt sein.  Ich assoziiere mit diesem Bild immer auch den freien Flug der Gedanken,  denn “Fliegen” ist auch immer ein geistiges Erlebnis – wir müssen mutig sein, Neues entdecken, etwas wagen und Grenzen überwinden.  Fritz Haase wurde 1937 geboren und lebt in Bremen.

– Direkt darüber hängt eine Original-Zeichnung von Max Müller aus dem Jahr 2004.   Diese kraftvolle, großzügige, expressive Arbeit ist betitelt „Akte“ und zeigt den guten Zeichner,  der mit schnellem und dynamischen Strich Ausdruck geben kann. Diese schöne Zeichnung ist auf chamoirfarbenem Künstlerpapier mit Tusche und Feder gezeichnet.  Max Müller, der an der Kunstakademie Stuttgart bei Hrdlicka und in Düsseldorf bei Prof Sackenheim studierte, lebt in Krefeld.  http://www.max-mueller-kunst.de/

– Links daneben finden sich zwei kleine aquarellierte Tuschezeichnungen von Andreas Raub aus Münster.  Es sind wunderbar atmosphärische Ansichten von sommerlichen Landschaften im Münsterland, die Weite, Wärme und eine heitere, gelöste Stimmung vermitteln. Ein hoher Wolkenhimmel in sommerlicher Lichtstimmung, abgemähte Wiesen,  Heuballen,  Gräser,  stille Bauernhäuser – dies alles ist schnell, locker und duftig gezeichnet, aber sicher und prägnant. Immer, wenn ich auf diese Zeichnungen schaue, denke ich an ein Gedicht von Friedrich Hebbel:  „Es regte sich kein Hauch am heißen Tag, / Nur leise strich ein weißer Schmetterling; / Doch, ob auch kaum die Luft sein Flügelschlag / bewegte,  sie empfand es und verging.“ http://www.kunstraub.org/kunstRaub.org/Home.html

– Eine großartige Zeichnerin ist Susanne Haun aus Berlin, deren Arbeiten ich sehr spannend finde. Ich bin sehr glücklich darüber, dass u.a. ihre Zeichnung „Taube“ ( Tusche auf Bütten) ganz oben rechts an meiner Wand hängt. Susanne Hauns Werke schätze ich sehr und zwar wegen der unglaublichen Nähe und dem Feingefühl, mit denen sie sich ihren Motiven nähert. Dieses Bild aus dem Jahr 2011 zeigt, wie ihre Persönlichkeit stark und dennoch unaufdringlich jedes ihrer Bilder vervollständigt.  Susanne sagt über sich selbst:  „Ich male, weil ich mir ein Leben ohne Malerei nicht vorstellen kann. Sie ist wie ein weiteres Sinnesorgan von mir, mein Ausdruck und meine Kommunikation mit meiner Umwelt.“  http://www.susannehaun.de/

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Fortsetzung folgt….