In der „Nacht der Kultur“ treffen sich  Musik- und Kabarettfreunde, die Anhänger bildender Kunst, die Nachbarin mit dem Nachbarn, Tanzbegeisterte oder literarisch Interessierte, der  Hinz mit dem Kunz und der X mit dem Ypsilon. Sie ist nämlich schon längst kein Geheimtipp mehr, diese besondere Nacht, die im gesamten Stadtgebiet und den Stadtteilen der Nachbarstadt Remscheid stattfindet. Schon zum 6. Male ist die Dunkelheit sozusagen fast überall strahlend hell erleuchtet und stundenlange Entdeckungsreisen durch die „Nacht der Kultur“ locken auch so manchen Faulpelz vom heimischen Fernseher weg. Na, also.  Ja, und ich kann sie live erleben, diesmal nämlich als Ausstellerin meiner Musiker-Portraits „BLUES-ART“ in den Geschäftsräumen des Herrn Klaus Roll (siehe Foto, zur Großansicht bitte auf das Bild klicken) in der Alleestr. 58.  Zwanzig Portraits von Musikern und Musikerinnen habe ich aufgehängt, dazu noch einige Kinderportraits.

Und plötzlich sind Sie alle da. Die Räume voll, der „Rundgang“ an den Bildern entlang rege in Anspruch genommen, die Stimmung großartig. „Schwarzbrenner`s“ Wolfgang tritt an, Gitarre in der Hand, Setlist in der Tasche. „Schwarzbrenner`s“ Chris legt vor, das Publikum ab, der Laden wird heiß, die Musik immer besser. Frau Roll und ihr Team füllen ohne Pause die Gläser mit Prosecco nach, Alkoholfreies gibt`s natürlich auch, wir können`s bezeugen, zur Not auch schwören, Etiketten schwindeln meistens nicht. Das Publikum klatscht, Rhein-Ruhr wird mitgesungen, Fragen werden gestellt, Gespräche geführt, die Popcornmaschine umlagert. “Das ist super.” “Was sind die gut.” “Können Sie auch von mir ein Portrait malen?”
Siggi mit der Kamera, eine Transportkarre in der Umkleidekabine, die momentan gar keine ist, ein grünes Plüschkrokodil auf dem Regal, ein bestens gelaunter Herr Roll überall, lachende Gläser-Spülerinnen, schiefe Krawatten, ein vollgeschriebener Adress-Zettel, eine verlegte Brille, ein Flyer-Ständer, der immer wieder nachgefüllt werden muss und eine neue Che Guevara – Mütze auf dem Kopf eines Dichters. Oh ja, das wird eine lange Nacht.

(Insgesamt also eine tolle Veranstaltung, aber leider schon wieder zu Ende.)