Habe ich eigentlich schon ein Loblied auf Pastellkreiden gesungen? Ja oder ja? Nicht nur, dass Pastellkreiden ausgesprochen vielseitige Zeicheninstrumente sind, weil man mit ihnen ein breites Spektrum verschiedenster Linien und Flächen aufbauen kann, sondern weil man mit ihnen auch jeden noch so knallroten Tomatenfleck oder sanft säuselnden lichtblauen Himmel erzeugen kann. Und weil man sich mit ihnen ganz ohne Probleme trauen kann, auf einem leeren Blatt  einfach mal so mit dem Malen anzufangen. Oder zumindest mit dem ein oder anderen Versuch desselben. Denn dadurch, dass Pastellkreide sowohl zum Zeichnen wie auch zum Malen geeignet ist, finde ich  sie geradezu ideal für Portraits und die Figurenmalerei. Hier in diesem Auftrags-Doppelbildnis habe ich sowohl die weiche Vermalung und Verwischung der Farben gewählt, als auch eine etwas expressivere Strichführung, wie sie z.B. bei den Haaren zu sehen ist. Alle Malutensilien, die ich für dieses Bild benutzt habe, habe ich jetzt mal um das Portrait herum drapiert. Es sind gar nicht so viele, nämlich zuerst einmal ein paar  „Studio Quality Soft Pastells“ von Faber Castell, dazu diverse Farbstifte „Albrecht Dürer“ und Graphitstifte in verschiedenen Härtegraden, ebenfalls von Faber Castell. Dann noch Rötelkreide, einen weißen „PITT Pastel“ Stift, einen PITT Oil Base Rötel/Sanguine“Stift  und „Fine Art Charcoral“ von Schmincke. Überhaupt der weiße „PITT Pastel“ Stift. Erinnerungstechnisch lande ich jedes Mal mit ihm in einem verregneten Gartenhaus-Urlaub. Zusammen mit einem schwarzen Zeichenblock und einem Kassettenrecorder. Aber das erzähle ich vielleicht ein anderes Mal.