Habe ich eigentlich schon ein Loblied auf Pastellkreiden gesungen? Ja oder ja?
Nicht nur, dass Pastellkreiden ausgesprochen vielseitige Zeicheninstrumente sind, weil man mit ihnen ein breites Spektrum verschiedenster Linien und Flächen aufbauen kann, sondern weil man mit ihnen auch jeden noch so knallroten Tomatenfleck oder sanft säuselnden lichtblauen Himmel erzeugen kann.
Und weil man sich mit ihnen ganz ohne Probleme trauen kann, auf einem leeren Blatt  einfach mal so mit dem Malen anzufangen.
Oder zumindest mit dem ein oder anderen Versuch desselben.
Denn dadurch, dass Pastellkreide sowohl zum Zeichnen wie auch zum Malen geeignet ist, finde ich  sie geradezu ideal für Portraits und die Figurenmalerei, so wie ich sie liebe.

Hier in diesem Auftrags-Doppelbildnis habe ich sowohl die weiche Vermalung und Verwischung der Farben gewählt, als auch eine etwas expressivere Strichführung, wie sie z.B. bei den Haaren zu sehen ist. Alle Malutensilien, die ich für dieses Bild benutzt habe, habe ich jetzt mal um das Portrait herum drapiert.
Es sind gar nicht so viele, nämlich zuerst einmal ein paar schon ziemlich runtergerockte Pastells, dazu diverse Farbstifte und Graphitstifte in verschiedenen Härtegraden.
Dann sieht man noch Rötelkreide, einen weißen Pastell-Stift und Zeichenkohle-Stifte.

Überhaupt der weiße Pastell- Stift … erinnerungstechnisch lande ich jedes Mal mit ihm in einem verregneten Gartenhaus-Urlaub.
Zusammen mit einem Zeichenblock mit schwarzen Blättern und einem Kassettenrecorder, in dem eine 90-Minuten Kassette läuft.
Immer wieder.
Aber das erzähle ich vielleicht ein anderes Mal.