Gregor Hilden und Friends

Gregor Hilden und Friends – Proud Pinto

Oh nein, wir lassen uns nicht täuschen von diesen fünf charmant aussehenden Herren in feschen Oberhemden und lässigen Jacken, die da so ganz ohne Aufhebens die Bühne betreten.
Denn wir wissen, sie haben es  faustdick hinter den Ohren.
Ohja, in der Tat, sie überraschen unsere ebendiese Organe mit einer groovenden, funkigen, jazzigen, Saxophonlastigen Show, wie man sie eben so nur von dieser Band hören kann.
Gregor Hilden, Thomas Hufschmidt am Piano, Sascha Oeing am Bass und Jochen Welle an den Drums und als Gast der gut aussehende Maxim Begum am Tenor Sax…so heißen die Musiker, die uns z.B. mit „Way back Home“ von Larry Carlton ein hochwertiges, variantenreiches Repertoire liefern.
Diese mit viel Elan und Raffinesse auftretende, hervorragende Besetzung lädt uns  zur Vorstellung ihrer jüngst erschienenen CD „Blue in Red“ ein und lässt das Publikum swingen und grooven.
Mir gefällt besonders das atmosphärische „Proud Pinto“, ein mir lieb gewordener Song aus der Vergangenheit, im Original von Peter Green, erschienen 1978 auf dessen wunderbar entspannenden Bluesplatte „In The Skies“.
Schöne malerische Gitarrensoli von Gregor Hilden, mal schwebend, mal bodenständig treffen hier auf eine komplexe Rhytmustruppe, der emsig Beifall gezollt wird.

Who Knows Where The Time Goes - Kate Rusby

Who Knows Where The Time Goes – Kate Rusby

Und dann nach dem Konzert gibt es noch ein bisschen gemeinsames, nostalgiegeladenes Reden und Philosophieren an der Theke, bei einigen kleinen Gläsern Rotwein oder Bier oder was auch immer. Ja, es ist genau so wie der Abschluss eines solchen Abends zu sein hat.
So und nicht anders.
Auf der Fahrt nach Hause, eingehüllt in den schön heimeligen Bergischen Herbstwinternebel, singe ich einen meiner alten Peter Green – Lieblingssongs laut vor mich hin.
Ich glaube es war „Slabo Day“.

[“Need Your Love so Bad” oder “Man of the world” hätten allerdings auch gepasst.]