richardbargel2halb2Richard Bargel, einen der führenden deutschen Blues-Exponenten und zweifachen Preisträger der Deutschen Schallplattenkritik, lernte ich vor einigen Jahren in Köln kennen. Ganz in schwarz gekleidet, das grau gesträhnte Haar im Nacken zu einem Zopf gebunden, so erscheint er oft allein auf der Bühne – und mehr braucht es auch nicht für gute Musik – ein Stimme, schwarz und stark wie ein doppelter Espresso, eine Gitarre und dazu Songs, die unter die Haut gehen. Wunderbar vielschichtig und voller Zwischentöne und unerwarteter Überraschungen. Oft genug leise beunruhigend. Manchmal sehr amerikanisch, aber auf vertrackte Weise unbedingt europäisch kommen diese Songs der komplexen Gefühlsabstufungen daher.

Oh ja, ein symphatischer Mann ist Richard Bargel, authentisch, ehrlich, rau und voller Leben. Kein Schnickschnack, kein Präsentationsgetue verstellt den Weg zu seiner Musik. Das zerfurchte Gesicht lässt ahnen, dass der Mann weiß, wovon er singt und dass er dies alles schon selbst erlebt hat.

Mittelerweile habe ich mehrere Portraits von ihm gezeichnet und teils auch zusätzlich von ihm selbst mit einer Signatur versehen lassen.
Dieses hier abgebildete machte ich ihm bei einem Treff im Cafe „Ecco“ in Köln zum Geschenk. Es entstand aus einigen Vorlagen und Skizzen während eines Solo-Konzertes in Frechen, siehe Foto.

„Die Porträts sind dir sehr gut gelungen,“ sagte Richard Bargel zu mir, „ich mag die Arbeiten sehr. Es steckt viel Dynamik in deinem Strich und das erweckt die Portraits richtig zum Leben. Und das hier bekommt bei mir zu Hause einen Ehrenplatz.“
Das freut mich natürlich sehr und darum sage ich jetzt mal: „Vielen Dank, Richard! Für dein Lob und deine Musik. Für alles!“