Jimi Hendrix

Jimi Hendrix

Jimi Hendrix konnte einfach alles in Klang verwandeln:  seien es heranrasende Züge, zersplitterndes Glas, bockende Pferde, Berührungen, Wut, Zähneknirschen oder vielfarbige Kometenregen.  Ein solch zügelloses Talent wie er schien einem anderen Sonnensystem entsprungen zu sein.

Für das Porträt wählte ich ein altes Foto, welches ihn auf dem Höhepunkt seiner Karriere in einem wilden Zigeunerlook zeigt: verspielt, psychedelisch, flamboyant, cool.  Die Zeichnung erstellte ich mit verschiedenen Faber-Castell Bleistiften in den Stärken HB bis 8B, bei denen ich auf eine rundliche Spitze achtete.  Für die großflächigen Arbeiten, z.B. die Haare und einige Schattenpartien benutzte ich einen Graphitstift. Dieser ist ergiebiger als ein Bleistift, kann aber auch leichter brechen.  Die Bruchstücke bewahre ich jedoch immer auf, denn auch mit ihnen kann man noch sehr gut arbeiten.  Einer meiner Lieblingssongs von Jimi Hendrix ist das fulminate „Red House“, an dessen „Wand“ er sich hier lehnt und dessen Text in die Zeichnung eingearbeitet ist.

Die roten, wie in Schwerelosigkeit schwebenden und stürzenden Frauen erinnern ein wenig an das Cover „Electric Ladyland“.  Diese sind mit intensiv roter Kreide von Lyra vorgezeichnet und anschließend mit Wasser vermalt.  Dies ergibt einen dramatischen und temperamentvollen Eindruck, der im Gegensatz zu der Coolness des eigentlichen Porträts steht.  Für das Passepartout in der Grösse 40 x 50 cm suchte ich fein strukturierte, matt weiße Pappe aus und für den Rahmen eine schmale, schwarze Variante.