Janis Joplin war eine der schillerndsten Figuren der Beatnik-Area und Ikone der damals neuen Subkultur der Hippies. Das sage ich jetzt mal ganz objektiv und sachlich. Einst ein behütetes Wohlstandskind aus einer kleinbürgerlichen Kleinstadt in Texas, lebte sie nach dem Motto »Live Fast, Love Hard, Die Young«.  Leider erfüllte sich dieser Spruch, denn mit 27 Jahren war ihr kurzes, wildes Leben bereits zu Ende.  Wie sagte Eric Burdon einmal?  “Janis starb nicht an einer Überdosis Heroin.  Sie starb an einer Überdosis Janis”.  Mit dem genialen und einzigartigen Stil ihres weißen Blues ist sie bis heute eine unvergessene Legende.  Klar, dass auch einige ihrer Original-Schallplatten in meinem Vinyl-Regal stehen und bei speziellen Gelegenheiten ( z.B. wenn man mal wieder in Erinnerungen schwelgen möchte)  hervorgeholt werden.  Wenn man dann zuhört, die Augen offen, das Herz offen, aber unaufgeregt, alles weit, dann sind sie am schönsten,  diese Songs. Das Gänsehaut erzeugende und das Herz ergreifende „Piece of my Heart“ aus dem Album „I Got Dem Ol’ Kozmic Blues Again Mama!“ steht ohne Frage auf der persönlichen Liste meiner Lieblingssongs aller Zeiten.  Auf dem Soundtrack meines Lebens sozusagen.

Für diese beiden Portraits von Janis ließ ich mich von einigen meiner Schallplattencover inspirieren, die ich auf dem Fußboden verteilte.  Denn zum Zeichnen brauche ich zuerst Inspiration und danach Konzentration, wobei die Gewichtung jeweils differiert.  Tja.  Und dann stand ich vor der Frage:  Wie?  In welchem Stil, mit welchem Ausdruck und in welchen Farben zeichne ich ein Bildnis dieser großartigen Frau? Und da ich mich nicht entscheiden konnte, gibt es hier jetzt zwei Portraits zu sehen.  Sie sind etwas unterschiedlich in Stil und Aussage und auch jeweils mit anderen Materialien gezeichnet. Das erste entstand mit Tuschefeder und verdünnten Deckfarben, das zweite mit Pastellkreiden und Tuschefeder.  Als Untergrund suchte ich zartgraues und hellockerfarbenes Büttenpapier von Hahnemühle aus.  Und wer jetzt mit dem Mauszeiger auf die Bilder geht und klickt, bekommt davon eine Großansicht.

Wer meine Arbeiten kennt, der weiß, dass ich mich immer mit einer besonderen Hingabe auf Portraits „stürze“,  weil sie mir einfach am meisten Spaß machen.  Wenn man dann noch einen echten Typen wie James Harman zeichnen kann, ist das einfach nur Spaß pur.  Seit mehr als 40 Jahren nämlich bereichert James Harman als Sänger,  Harmonikavirtuose und Bandleader das Bluesgeschehen.  Stets zeigt er sich musikalisch traditionsbewusst, ohne dabei in Retro-Klischees zu verfallen, und somit gehört er meiner bescheidenen Meinung nach zu den besten weißen Mundharmonikaspielern überhaupt.  Da ich vor einiger Zeit die große Freude und das Vergnügen hatte,  seinen traditionellen Blues,  der wie immer sehr originell und unterhaltsam war,  live zu erleben,  stand James Harman schon seit längerem auf meiner „Portrait-Liste“.

Anfügen möchte ich hier noch, dass ich bei dieser Zeichnung nach einigen Fotos des von mir sehr geschätzten Konzertfotografen Volker Fröhmer gearbeitet habe.  Aber während das Bildnis an sich gut und zügig zu erarbeiten war, kam mir zuerst keine Idee,  wie ich den Hintergrund am besten gestalten könnte.  Er sollte das “Insichversunkene”,  Selbstvergessene und in gewisser Weise “Entrückte”  des Musikers zeigen,  der mit geschlossenen Augen, in der linken Hand die Harmonica, seinen Song vorträgt.  Die Idee kam dann ganz plötzlich  in meinem Büro, als ich während eines Telefonats wie immer auf meiner Schreibtischunterlage herumkritzelte: Blätter, Wellen, Kreise und Kringel entstanden da und ergaben ein tranceartiges Muster.  Mir fiel ein, dass es ein ähnlich ins Auge fallendes, großzügiges Blattmuster auch auf dem Hemd des Herrn Harman zu sehen gibt und somit hatte ich große Lust, analog zu meinen Telefon-Kritzeleien den Hintergrund auszuarbeiten.

Gezeichnet ist dieses Portrait ( zur Großansicht bitte auf das Bild klicken)  mit Pastellstiften, Pastellkreide, Graphitstift und Tinte, dazu habe ich ein zartgraues Passepartout und einen breiten, tiefdunkelblauen Rahmen ausgesucht.

Und wer sich jetzt gern das von mir gezeichnete Portrait eines anderen großartigen Harpspielers anschauen möchte, nämlich das von Charlie Musselwhite, der kann dann mal hier klicken (…klick…)

 

Ich habe mich ja schon vor vielen Jahren als großer Fan von künstlerisch gestalteten Tonträger-Covers geoutet. Es ist aber auch nur zu beeindruckend, was man Tag für Tag immer wieder auf diesem Gebiet geboten bekommt, wenn man z.B. ein wenig in den Tiefen des World Wide Web stöbert, durch die CD-Abteilung des großen Ringplanetenladens streift oder sich auf einer Schallplattenbörse herumtreibt und in alten Vinylscheiben kramt.

Hätte ich jemals geglaubt, dass eine meiner Zeichnungen die Grundlage für ein CD-Cover sein würde? N.E.I.N.! Und jetzt habe ich die große Freude und das Vergnügen, hier das entsprechende Album zeigen zu dürfen! Die Düsseldorfer Band „Schwarzbrenner“, die seit 1995 die Lyrik des expressionistischen Dichters Georg Heym vertont, hat nämlich für ihre achte CD eine Portraitzeichnung desselben, die ich vor einiger Zeit angefertigt habe, ausgewählt. „Heymkehr“  ist eine Hommage Doppel CD anlässlich des 100sten Todestages von Georg Heym, die unterteilt ist in Blues (CD1) und Rock (CD2).  Natürlich kann dieses Album überall auf dem gewöhnlichen Wege käuflich erworben werden,  u.a. bei iTunes, Amazon, Musicload, Musicstar, 7digital – und natürlich auch hier bei Schwarzbrenner selbst (klick).

Oder aber ihr verlasst euch jetzt mal auf eure ganz persönliche Glücksfee und gewinnt die obige Doppel-CD, denn „Schwarzbrenners“ Gitarrist und Sänger Wolfgang Becker hat sie dafür zur Verfügung gestellt. Wer nun dieses feine Album gerne haben möchte, braucht sich nur über die Kommentarfunktion bis einschl. Sonntag, 26.02.2012  zu melden, denn jede Antwort kommt in den Lostopf.

Schon seit langem habe ich mich auf meine Ausstellung in der Galerie des hiesigen Kunstvereins gefreut. Denn ich habe die große Freude und das Vergnügen, 21 meiner Zeichnungen in Mischtechnik in dem stimmungsvollen Rahmen der Kunstgalerie präsentieren zu dürfen. Ja, und außerdem hatte ich die Ehre, dass Wolfgang Becker, Gitarrist und Sänger der Düsseldorfer Band „Schwarzbrenner“, auf der Vernissage am gestrigen Sonntag anwesend war, um die Besucher musikalisch zu begrüssen und die Ausstellung zu untermalen. Die Freude war deshalb so groß, weil ich Wolfgang Beckers musikalische Interpretationen der Lyrik des expressionistischen Dichters Georg Heym seit langem sehr schätze.
Eigentlich kenne ich kaum jemanden, der nicht ein Fan von Wolfgang Becker oder Georg Heym ist,  was beweist, dass ich in der Auswahl meiner Mitmenschen nicht immer ein unglückliches Händchen habe
Wenn man auf das Plakat an der Tür schaut, sieht man, dass ich die Ausstellung unter das Thema  „Der Fremde – Der Gleiche“ gestellt habe, denn wie jeder, der mich auch nur ein klitzekleines bisschen kennt, weiß,  interessieren mich bei meinen Zeichnungen zuallererst Menschen.
Vor allem auch ihre Lebensgeschichten, die in der heutigen Zeit scheinbar soviel facettenreicher sind, weil die Welt vielleicht so viel mehr zulässt: warum landet z.B. eine gestandene Frau aus Benin, die Medizin studiert hat, auf der Bühne und spielt Gitarre? Das, was vielleicht nicht immer auf den ersten Blick zu sehen ist, versuche ich mit dem Zeichenstift einzufangen – als einen emotionalen Moment, gestellt oder quasi als Schnappschuss mitgenommen, in Appartements, auf Bühnen, im Biergarten, beim Klettern, und ja, auch auf dem Bett sitzend.
Aber natürlich ist mein persönlicher Eindruck immer nur ein ganz kleiner Teil der Wahrheit. Das ist klar.
Drei Wochen lang, nämlich bis zum 19. Februar wird die  Ausstellung zu sehen sein und Einblicke in meine Ansichten von mehr oder weniger figürlich dargestellte Charaktere gewähren; und zwar auch zum Mitnehmen. Die Bilder kann man mittwochs und sonntags von 15 bis 17 Uhr anschauen, oder gerne zu einem mit mir vereinbarten Termin. Einfach einen Zeitpunkt per Tel. oder mail ausmachen!
Ich bin gespannt, freue mich auf die kommenden Tage und Begegnungen. ( Zur Großansicht bitte auf die Bilder klicken.)

Wer hat eigentlich erzählt,  Grüße per Postkarte wären unnötig, uncool, unliterarisch oder sonst irgendwie entbehrlich und besser nicht da?  Hallo?  Sind sie nihicht!

Denn ab heute werde ich Neujahrsgrüße verschicken.  Motiv ist in diesem Jahr meine Zeichnung des jungen Bob Dylan, deren Entstehungsweise ich hier (… klick…) näher beschrieben habe.  „Die Zeiten, sie ändern sich“,  so lautet der Text auf der Karte in deutsch, englisch, spanisch und kroatisch – ja, weil ich nämlich ein paar kroatische Wurzeln großväterlicherseits habe.  Und dann ist „The Times They Are A`Changing…“  sowieso seit ewigen Zeiten einer meiner Lieblingssongs, und so seltsam es ist,  so weh es manchmal tut,  so unvorhersehbar es ist,  es ist so schön,  das Leben,  nicht nur in diesen Tagen.

Übrigens, wer gern eine dieser Karten hätte und nicht in meinem Adressbuch steht, kann sich gerne bei mir melden!

Oh ja, das war eine Nacht für richtige Nachtschwärmer! Überall in der Nachbarstadt Remscheid wurde am Wochenende während der „Vaillant Nacht der Kultur“ eine Menge geboten: Kunst, Musik, Theater, Tanz, Lyric, Design, Film, Kabarett, Lesungen und auch Geschichtliches. 67 (!) Stätten öffneten ihre Pforten für Besucher. Und zwar waren nicht nur die klassischen Kultureinrichtungen dabei, nein, auch Läden, Büros, Keller und sogar Gewächshäuser wurden für eine Nacht umgewandelt in einen magischen Ort der Kultur. Ja, und ich konnte sie wieder live erleben, so wie im letzten Jahr ( zum Nachlesen  hier klicken), nämlich als Ausstellerin meiner Musiker-Portraits „BLUES-ART“ in den Geschäftsräumen von Herrn und Frau Roll (siehe Foto, zur Großansicht bitte auf das Bild klicken) in der Fußgängerzone Alleestr. 58.  Zwanzig Portraits von Musikern und Musikerinnen hatte ich aufgehängt und dazu noch einige Kinderportraits. Und weil die Nacht lang werden würde, servierte Hausherr Klaus Roll vorab ein perfekt gewürztes hausgemachtes „Chilli Con Carne“ und Kaffee nach Bedarf in der Personalküche, später dann gab es für die Besucher süßes Popcorn, frisch und heiß aus der Maschine und kistenweise eisgekühlten Prosecco ohne Limit.

Von Beginn an bevölkerten Menschen jeglicher Coleur in stetem Strom und in bester Stimmung den Laden, sogar ein schwarzer Hund kam in Begleitung seines Herrchens und trottete  durchaus interessiert, so schien es mir jedenfalls, an den Bildern vorbei. “Sagen Sie mal, könnten Sie auch ein Portrait von Elvis Presley anfertigen?” fragte ein Herr mit Zylinder und Rucksack, und eine resolute, weisshaarige  Dame erwog, ein altes Foto ihres Vaters rauszusuchen, dass sie sich gern als gemaltes Portrait an die Wand hängen möchte. Ein kleines Mädchen wollte wissen, ob ich sie eventuell als Prinzessin zeichnen könnte, am liebsten mit einem Einhorn daneben, und niemand konnte hören oder sehen, wie der Berg, der tagelang vor mir gestanden hatte, sich leise bröselnd verabschiedete, sich erst in Staub und dann in Luft auflöste. Wir haben dann irgendwann mit Rosato Frizzante angestoßen, auf die Bilder, den erfolgreichen Abend, die tolle Zusammenarbeit und die letzte Dreiviertelstunde, ich durfte noch den Rest meiner mitgebrachten Postkarten in die Welt ausgeben und signieren. Ja, und von Susanne, die ich ungefähr 3 Jahre nicht gesehen hatte, gab es eine Einladung zum Folkfest und dazu dann gleich noch mal Prosecco und die späte Einsicht: warum mache ich mich vorher eigentlich immer so verrückt?

Hat jemand Lust, in der nächsten Zeit einmal einen Ausflug in das schöne, herbstliche Bergische Land zu machen? Der Wermelskirchener Kunstverein, dessen Mitglied ich bin, lädt nämlich zur 15. Jahresausstellung in die Bürgerhäuser an der Eich (siehe Foto)  ein! Hier gibt es ab heute Abend in einer Gemeinschaftsaustellung von ca. 30 (Hobby)-Künstlern des Vereins circa 50 Kunstwerke zu sehen.  Man kann sich dort  Zeichnungen, Aquarelle, Acrylbilder, Spachtelarbeiten, Pastelle, Ölgemälde, Schnitzereien, Linolschnitte, Skulpturen etc.pp. anschauen. Wie in jedem Jahr möchte sich der Kunstverein in dieser Form allen Kunstinteressierten vorstellen und damit zeigen, wie vielseitig die Mitglieder des Vereins sind und was sie in Bezug auf Kunst so alles zu bieten haben. Auf Foto 2 sind wir damit beschäftigt, die zu präsentierenden Exponate zu sortieren, zu listen und aufzuhängen.
Auch von mir gibt es dort wieder zwei Bilder zu sehen, diesmal keine Portraits, sondern zwei Gruppenbilder von Menschen, gezeichnet in Pastellkreide und betitelt „Feierabend“ und „Sommerferien“. Wenn man mal genau auf das 3. Foto hier schaut, sieht man die beiden Bilder auf der Stellwand ganz rechts.

Zur Vernissage laden wir heute Abend, am 28.10.2010 um 19:30 Uhr ein, der Kunstverein spendiert tablettweise Sekt und das ein oder andere Getränk, sowie diverse Knabbereien. Die musikalische Untermalung wird “Les Searle” aus Wermelskirchen übernehmen. Wer also jetzt Lust dazu bekommen hat:  Die Ausstellung in den Bürgerhäusern kann bis zum 6. 11.2011 von Montag – Freitag 10:30 – 13:30 Uhr und Samstag/Sonntag, sowie am 01.11.2010 von 11:00 – 17:30 Uhr besichtigt werden.

Die Presse hat auch schon berichtet. Wer den Text aus dem RGA gerne lesen möchte, der kann dann mal hier auf den Link klicken – RGA-Artikel – (klick) .  Das Foto Nr.4 hat übrigens Herr Draheim vom RGA gemacht. Wenn man genau hinsieht, kann man mich auch auf dem Foto erkennen. Ja, genau, ich bin die mit dem rotkarierten Schal.

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